Die erste Auflage des Werks, das ich im Heft 1/2009 (S. 46–47) ausführlich besprochen habe, hat mich sofort begeistert. Hier hat ein renommierter Hochschullehrer der BWL (Prof. Bea, Emeritus der Universität Tübingen) mit zwei ehemaligen Mitarbeitern, die in der Beratungspraxis tätig sind, endlich einmal ganz konsequent das Potenzial der Betriebswirtschaftslehre genutzt und sich des Themas ausführlich angenommen. Damit haben die Autoren ein Buch geschaffen, das mit diesem Umfang und mit dieser Originalität meines Wissens in der deutschsprachigen Literatur einmalig ist. Sie haben gezeigt, dass in ihrer Disziplin bisher nicht entdeckte Schätze zu heben sind. Ihrem Votum, dass es „höchste Zeit (ist), Projektmanagement neu im Kontext der Unternehmensführung zu interpretieren …“, kann man nur zustimmen. Bea und seine Mitstreiter sehen im Rahmen der Unternehmensführung zwei Ziele des Projektmanagements, nämlich
. die strategische Unternehmensentwicklung und
. die Steigerung des Unternehmenswerts.
Mit ihrem Buch, das übrigens zu einem sehr vernünftigen Preis zu haben ist, sollten die Verfasser auch die Lehre vom Projektmanagement endgültig an deutschen Universitäten hoffähig gemacht haben.
Natürlich sind alle die Vorzüge der Publikation, die ich schon in der ersten Besprechung genannt habe, erhalten geblieben. Dazu sind jedoch in der zweiten Auflage neue, interessante Kapitel gekommen, so Ausführungen zum Projektmanagementassessment, zum Critical-Chain-Projektmanagement, zum Agilen Projektmanagement und zur Professionalisierung des Projektmanagements durch das Projektmanagementoffice.
Besonders erfreulich finde ich, dass die Autoren intensiven Kontakt zur GPM haben und auch auf diese Weise dazu beitragen, dass das Fundament unserer Disziplin immer solider wird.