Friedrich Führ, Gründer der DESERTEC Foundation und Keynote-Speaker auf dem PM Forum

Von Oliver Steeger

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2010, Seite 3 - 7. Alle Rechte vorbehalten.
Mehr zum Thema

6,5 Milliarden Menschen bevölkern derzeit die Erde. Im Jahr 2050 werden es möglicherweise zehn Milliarden sein. Sie alle brauchen Energie. Doch schon heute stößt die Menschheit mit ihrer Energieversorgung an die Grenzen. Wissenschaftler malen die Folgen der Klimakatastrophe aus. Der ungebremste Ausstoß von CO2 kann zu Erderwärmung, zu Überflutungen und Wüstenbildung führen. Mit einem gewaltigen Projektprogramm will die DESERTEC Foundation die Energieversorgung auf die Nutzung klimaneutralen Sonnenlichts umstellen. Allein 400 Milliarden Euro würde es kosten, einen Teil des Strombedarfs Europas mit Kraftwerken in der Wüste zu decken. Das kostspielige Programm bietet der deutschen Wirtschaft einen Lichtstrahl: Unternehmen hierzulande sind führend in puncto Umwelttechnik, Projektmanagement „Made in Germany“ ist weltweit anerkannt. Wie die DESERTEC-Vision sich entwickelt – darüber spricht Rechtsanwalt Friedrich Führ, Gründer und Gründungsvorstand der DESERTEC Foundation, als Keynote-Speaker auf dem „Deutschen Internationalen Projektmanagement Forum“ in Berlin.


Rechtsanwalt Friedrich Führ ist
selbstständiger Unternehmensberater
und Coach. Er sanierte den
Landesverbanddes Deutschen Roten
Kreuzes in Berlin in einem
Insolvenzplanverfahren. Dieses
komplexe Projekt managte er mit über
99 Prozent Zustimmung der Gläubiger.
Er war anschließend jüngster
Landesgeschäftsführer im DRK. Er
gründete eine Reihe von Unternehmen
und gehörte unter anderem dem
Aufsichtsrat der späteren PostCon AG
an. Friedrich Führ ist Gründungsstifter
und war Gründungsvorstand der
gemeinnützigen DESERTEC Foundation;
er verbrachte vier Jahre in Dubai
und lebt seit 2010 wieder
in Berlin.
(Foto: privat)

Herr Führ, die DESERTEC Foundation setzt sich ein für ein beispielloses Projekt. Europa soll mit Strom aus den Wüsten Nordafrikas versorgt werden. Die Wüsten der Erde, so heißt es, empfangen in sechs Stunden mehr Energie von der Sonne, als die Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht. Soll künftig der Strombedarf Europas allein aus der Wüste gedeckt werden?

Friedrich Führ: Die Menschheit muss die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umstellen – so schnell wie möglich. Dies ist unser Ziel, wir zeigen einen realisierbaren Weg auf. DESERTEC ist eine der ganz wenigen Lösungen, die derzeit „auf dem Markt“ sind. Die Kooperation von Firmen, Ländern und Kontinenten für die Realisierung unserer Vision von Wüstenstrom ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll, sie eignet sich sehr gut für die erforderliche schnelle Umstellung auf erneuerbare Energien. Für Europa rechnen wir damit, dass 15 bis 19 Prozent des Strombedarfs durch Wüstenstrom gedeckt werden wird.

Und der Rest?

Der Rest wird durch Nutzung regenerativer Quellen regional erzeugt. Das Ziel besteht in einem sinnvollen Mix verschiedener sauberer Energiequellen.

Zugegeben, Europa ist nicht so von Sonne und Wind verwöhnt wie die Wüsten Marokkos, Ägyptens oder Tunesiens. Weshalb aber soll der Strom nicht ganz dort erzeugt werden, wo er gebraucht wird – nämlich in Europa selbst?

Stromgewinnung in der Wüste ist wirtschaftlicher! Dort ist die Sonnenernte um den Faktor zwei bis vier höher als in Europa.



... Weiterlesen in PDF-Ausgabe (Kostenlose Leseprobe)

---> Zum Inhaltsverzeichnis von PMaktuell - Heft 4/2010

GPM-Mitglieder erhalten ein kostenfreies Abonnement von projektMANAGEMENTaktuell.
Informieren Sie sich über die Vorteile der GPM-Mitgliedschaft

Kostenlose Leseprobe
Acrobat Reader ab 5.0 erforderlich! Download des gesamten Beitrags
Mit freundlichem Gruß von GPM und TÜV Media
Anregungen?
Wenn Sie Anregungen zur Online-Ausgabe von PM aktuell haben oder Fehler entdecken, senden Sie bitte eine Nachricht an
PM-Qualifizierung
auf hohem Niveau

Weitere Info...

↑↑↑     --     Impressum | Sitemap | Login Redaktion     --     ↑↑↑ Kontakt | \

Powered by pmwiki-2.1.26 - Optimiert für Bildschirmauflösungen ab 1024 x 768