PM-Software: Planta Project
Von Mey Mark Meyer
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2010, Seite 34 - 37. Alle Rechte vorbehalten.
Mit der neuen Version wechselt der Karlsruher Softwarehersteller Planta den Produktnamen. Aus PPMS wird Planta Project. Der Wechsel weg vom technischen Akronym zum leicht aussprechbaren Namen passt zur wesentlichen Neuerung: Vor allem die Bedienoberfläche der neuen Version bringt erhebliche Verbesserungen. Zusätzlich werkelt in der Software nun eine neue Workflow-Funktionalität, die zunächst den Projektmanagement-Gesamtprozess unterstützt und sukzessive in weiteren Bereichen der Software zum Einsatz kommen soll. Das etablierte Projektmanagement-Werkzeug wurde an dieser Stelle bereits vor rund sechs Jahren betrachtet – Zeit für einen erneuten Blick auf die rundüberholte Software.
Wenn Softwarehersteller ihre Versionsnummer um eine Zehntelstelle erhöhen, dann ist in der Regel eine kleine Verbesserung zu erwarten. Oft handelt es sich um Fehlerkorrekturen oder Abrundungen des bestehenden Funktionsumfangs. Beim Karlsruher Softwarehersteller Planta dagegen war es Tradition, dass neue Hauptversionen in Zehntelschritten nummeriert werden. So gesehen wäre bereits die Version PPMS 3.9 als Nachfolger des Planta Projektmanagementsystems (PPMS) 3.8 interessant gewesen. Dass die Software zum 30-jährigen Jubiläum nunmehr den weniger technisch klingenden Namen Planta Project und die Versionsnummer 390 erhält, lässt die Spannung auf Neuerungen nochmals steigen.
Tatsächlich bietet die neue Version eine Fülle an Erweiterungen. Den Schwerpunkt bilden zahlreiche Verbesserungen der Bedienoberfläche, die bis hin zu einem komplett runderneuerten Modul für den Balkenplan reichen. Doch auch methodisch ist Planta Project einen Schritt vorangegangen: Neue Workflow-Funktionen – vorerst vor allem auf der Projektebene – unterstützen die prozessorientierte Abwicklung von Projekten. In der Standardkonfiguration wird beispielsweise eine Prozessvorlage für den PM-Prozess nach DIN 69901 Teil 2 mitgeliefert. Die Projektsteuerung unterstützt nun erweiterte Projektstatusberichte, mit denen auch der jeweils aktuelle Projektplan für spätere Vergleiche archiviert wird. Auch unter der Haube gibt es Neuerungen, deren detaillierte Kenntnisnahme der am Projektmanagement interessierte Leser allerdings getrost seiner IT-Abteilung überlassen kann. Zusammengefasst führen sie vor allem zu mehr Gestaltungsspielraum bei der vereinfachten Konfiguration der Software.

Abb. 1: Im oberen Fenster präsentiert Planta Project den Terminplan in einer dreiteiligen Ansicht, im unteren Fenster das Phasenmodell.
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