Unternehmensübergreifendes Projektmanagement im Gesundheitswesen
Von Michael Martin, Dr. Harald Wehnes
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2010, Seite 16 - 22. Alle Rechte vorbehalten.
In wachsendem Maße findet eine Zusammenarbeit von Unternehmen in Form von unternehmensübergreifenden Projekten statt. Dies gilt auch für das Gesundheitswesen, wo es im Gegensatz zu anderen Branchen bisher noch keine strukturierten Ansätze in Praxis und Literatur gab.
Der vorliegende Beitrag basiert auf einer Analyse unternehmensübergreifender Projekte im Gesundheitswesen. Darüber hinaus werden Best Practices aus anderen Branchen übertragen. Abschließend werden Empfehlungen für unternehmensübergreifende Projekte im Gesundheitswesen gegeben.
1. Hintergrund
Durch die Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes (GSG) 1992 wurde eine wichtige Grundlage für den Wettbewerb im Gesundheitswesen geschaffen. Infolge des Wettbewerbsstärkungsgesetzes (WSG) wurde dieser Wettbewerb seit 2007 erheblich intensiviert. Insbesondere wurde der Druck auf die Partner im Gesundheitswesen verstärkt, ihre Wettbewerbsfähigkeit permanent zu verbessern.
Eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliches Handeln ist ein solides Projektmanagement. Die wichtigsten Partner des Gesundheitswesens haben in ihren Häusern unternehmensinternes Projektmanagement erfolgreich eingeführt und in den letzten Jahren schrittweise professionalisiert. In wachsendem Maße gewinnen Projekte an Bedeutung, bei denen verschiedene Partner gemeinsam an der Erreichung eines definierten Projektziels arbeiten.
Die Fähigkeit zur Kooperation ist – wie in anderen Branchen – ein entscheidender Erfolgsfaktor für unternehmensübergreifende Projekte im Gesundheitswesen. Die zunehmende Bedeutung von kooperativen Telematik- und Gesundheitsversorgungsprojekten macht es erforderlich, dass alle beteiligten Partner ein gemeinsames Projektverständnis besitzen.

Abb. 1: Komplexität des unternehmensübergreifenden PM im Gesundheitswesen
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