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Von Heinz Schelle

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2010, Seite 2. Alle Rechte vorbehalten.
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In dieser ersten Nummer des Jahres 2010 berichten drei Autoren über Anwendungsgebiete systematischen Projektmanagements, die nicht zu den klassischen Bereichen gehören. Michael Martin und Harald Wehnes (Effizienzsteigerung durch kollaboratives Projektmanagement. Unternehmensübergreifendes PM im Gesundheitswesen) analysieren Projekte der bezeichneten Art, übertragen Best Practices aus anderen Branchen und geben Empfehlungen für Vorhaben im Gesundheitswesen, an denen mehr als eine Organisation beteiligt sind. Die Autoren stellen unter anderem mehrere mögliche Kooperationsmodelle vor und bewerten sie. Als Praxisbeispiel wird ein Gemeinschaftsprojekt der AOK Bayern, des Verbands der privaten Krankenanstalten und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft gewählt.

Ebenfalls mit Projekten aus dem Gesundheitsbereich, hier aus der Pharmazie, befassen sich Matthias Schwabe, Eva Zschiesche und Andreas Faldum von der GPM Fachgruppe PM HealthCare (Projekte erfolgreich abbrechen). Es wird ein Werkzeug erläutert, das die Entscheidung, ob ein Projekt nach einem Misserfolg abgebrochen werden soll oder nicht, erleichtert. Mit diesem Aufsatz haben die Autoren einen der in der Literatur höchst selten Beiträge zum Thema „Abbruchkriterien bei Projekten“ geliefert.

Eine Anwendungsmöglichkeit des Projektmanagements, die bisher in der GPM wenig beachtet wurde, der wir uns aber widmen sollten, stellt Gernot Wolfram vor (Das Unvorsehbare erwarten – Über spontane Interventionen im PM im Kulturbereich). Manche Kulturprojekte zeigen – so der Verfasser – sowohl in der Planung als auch in der Orientierung am Publikum besondere Merkmale. Ein Charakteristikum, das Verantwortlichen von Bau- und Anlagenbauprojekten, aber auch von anderen Projekten wohl das Blut in den Adern gefrieren lassen würde: „Innovative Kulturprojekte benötigen in ihrer Konzeption Raum für spontane Interventionen seitens aller Beteiligten, vor allem aber der Rezipienten. So können Überraschungen im Projekt entstehen, die sich zu besonderen Qualitäts- und Innovationsmerkmalen ausbilden.“

Im aktuellen Stichwort (PRINCE2 – Evolution einer Projektmanagementmethode) erläutert Oliver Buhr die neue Version von PRINCE2. Es handelt sich um die gravierendste Überarbeitung seit 1996. Eine Seltenheit in unserem Fach: Das System wurde schlanker gemacht.

Mey Mark Meyer (PM-Software Site Tracker: Spezialist für Roll-Out-Projekte) informiert über ein Programm, das speziell für Rollout-Projekte konzipierte wurde und das es gestattet, die an einzelnen Standorten oft identischen Arbeitsschritte in der Planung zu berücksichtigen.

In der Rubrik GPM INTERN werden die Erkenntnisse einer GPM Studie (Forschungsperspektiven im Projektmanagement) präsentiert. Die Arbeit, die unter der Leitung von Prof. Spang von 2007 bis 2009 durchgeführt wurde, hatte sich zum Ziel gesetzt, die Richtung der zukünftigen PM-Forschung in der GPM zu definieren.

Im Reportteil interviewt Oliver Steeger Georg Holzinger (General Manager R&D bei der KraussMaffei Technologies GmbH) und Coach Thomas Baumann. Die erfreuliche Botschaft: Die Maschinen- und Anlagenbaufirma hat ihr Projektmanagement im Jahre 2009 professionalisiert. Der Manager legt dar, wie es gelungen ist, trotz stürmischer Zeit die Menschen im Unternehmen für die Verbesserung des PM zu gewinnen. Sein Erfolgrezept: Vertrauen, Disziplin, Teamarbeit und strategische Weitsicht des Topmanagements.

In einem letzten Beitrag berichtet Oliver Steeger über das fulminante Projektmanagement Forum zum 30-jährigen Bestehen der GPM.



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