© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2009, Seite 49 - 50. Alle Rechte vorbehalten.
Mehr zum Thema

Zur beruflichen Situation von Projektmanagerinnen und Projektmanagern hat die GPM Interessengruppe „PM-Expertinnen“ das Gender Zentrum Augsburg (GZA) im Herbst 2008 mit einer Studie beauftragt.

Die Studie umfasst neben beruflichen Angaben zu Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch Fragen zur Projekterfahrung und Einstellungen zum Projektmanagement. Darüber hinaus wurde großes Augenmerk auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelegt: Dies gilt keineswegs als reines Thema für Projektmanagerinnen, sondern ist insbesondere auch für männliche Projektmanager von Bedeutung.

Ein Ergebnis der Studie: Der Anteil der Kinderlosen bei den Projektmanagerinnen ist sehr hoch, er beträgt zwei Drittel (Männer: 41 Prozent). Entsprechend ist der Wunsch, für die Familie da zu sein, stärker und die Zufriedenheit mit der Möglichkeit der Vereinbarung von Beruf und Familie bei den Männern etwas geringer als bei den Frauen, und dies, obwohl Männer hinsichtlich der Vereinbarkeit im Vorteil sind. Männer leben mehrheitlich ein traditionelles Rollenbild. Für 75 Prozent der Väter findet die Kinderbetreuung durch die Kindesmutter statt, 94 Prozent haben weniger als 50 Prozent Anteil am Fa milienmanagement und 84 Prozent erwirtschaften 60 bis 100 Prozent des Haushaltseinkommens. Des Weiteren werden Projektmanager vom Arbeitgeber (tendenziell eher größere Firmen) eher bei der Work-Life-Balance unterstützt und können auch eher von zu Hause aus arbeiten als Frauen. Dass darüber hinaus über 90 Prozent der Männer bei der Geburt ihres Kindes ihr Arbeitsleben nicht unterbrechen und, falls doch, ihnen der Wiedereinstieg deutlich leichter fällt, wird nicht weiter überraschen.

Trotz dieser Vorteile zeigt der Wunsch nach besserer Unterstützung in der Work-Life-Balance, dass viele Väter im Projektmanagement mehr für ihre Familie da sein möchten. Hier wird de facto nur eine Reduktion der Arbeitszeit wirkliche Impulse bringen können; die tatsächliche Arbeitszeit der Vollzeitangestellten lag in dieser Studie durchschnittlich circa acht Stunden über der offiziellen, nur 13 Prozent machen keine Überstunden. Arbeitgeber sind gefragt, neben entsprechenden Angeboten eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Vaterschaft und Familienengagement wertschätzt, statt sie durch zu hohe Beanspruchung auszuhöhlen. Nicht umsonst wird als größter Nachteil der Projektarbeit von 55 Prozent der (männlichen wie weiblichen) Befragten die Furcht vor dem Burn-out genannt.



... Weiterlesen in PDF-Ausgabe (Für registrierte GPM-Mitglieder)

---> Zum Inhaltsverzeichnis von PMaktuell - Heft 4/2009

GPM-Mitglieder erhalten ein kostenfreies Abonnement von projektMANAGEMENTaktuell.
Informieren Sie sich über die Vorteile der GPM-Mitgliedschaft

Gesamter Beitrag
Acrobat Reader ab 5.0 erforderlich! Download für Mitglieder der GPM
Anmeldung mit Ihrer Mitgliedsnummer (Nähere Hinweise)
Anregungen?
Wenn Sie Anregungen zur Online-Ausgabe von PM aktuell haben oder Fehler entdecken, senden Sie bitte eine Nachricht an
PM-Qualifizierung
auf hohem Niveau

Weitere Info...

↑↑↑     --     Impressum | Sitemap | Login Redaktion     --     ↑↑↑ Kontakt | \

Powered by pmwiki-2.1.26 - Optimiert für Bildschirmauflösungen ab 1024 x 768