Das aktuelle Stichwort

Von Oliver-Arne Hammerstein

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2009, Seite 28 - 32. Alle Rechte vorbehalten.
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Im dynamischen Wettbewerbsumfeld der globalisierten Märkte kommt der effizienten Gestaltung von Entwicklungs- und Produktionsprozessen eine immer stärkere Bedeutung zu. Unternehmen streben heute bei der Initiierung und Durchführung von Projekten nicht nur möglichst kurze Laufzeiten zur Erzielung der Projektergebnisse an, sondern wünschen sich auch ein Höchstmaß an Flexibilität, um schnell auf neue technische Anforderungen, Marktbedingungen oder Kundenwünsche reagieren zu können. Änderungsfreundliche und anpassungsfähige Projektmanagementansätze nehmen deshalb in vielen modernen Schlüsselbranchen einen wachsenden Stellenwert ein. Als Vorreiter dieser Entwicklung gilt der Bereich der Softwareentwicklung, der aufgrund seiner diversifizierten Aufgabenstellungen hinsichtlich Projektanzahl, -größe und -beteiligten als empirischer Indikator des Trends hin zu einem agilen Projektmanagement fungiert.

Agile Softwareentwicklung

Die Kernidee des agilen Projektmanagements besteht darin, den Auftraggeber von Beginn an aktiv in das Projekt einzubeziehen und ebenso frühzeitig wie regelmäßig funktionsfähige Anteile der Projektliefergegenstände bereitzustellen. Diese werden dann in festen Abständen und in enger Abstimmung durch den Auftraggeber überprüft und im Bedarfsfall modifiziert und weiterentwickelt. Vorteil dieses Vorgehens: Der Auftraggeber kann bereits kurz nach Projektstart erste Ergebnisse nutzen, mit seinen Anforderungen abgleichen und neue Ideen und Erkenntnisse zeitnah in die nächste Teilumsetzung einbringen. Als Folge wird nicht nur der Entwicklungsprozess flexibler und schneller – auch die Kundenzufriedenheit steigt.

Umgesetzt wird agiles Projektmanagement in der Softwareentwicklung durch den Einsatz sogenannter agiler Methoden. Die bedeutendsten Vertreter unter ihnen sind SCRUM, Extreme Programming (XP), Feature Driven Development (FDD), Adaptive Software Development (ASD), Crystal oder das Lean Software Development. Kennzeichnend für diese „beweglichen“ Verfahrensweisen ist, dass sie im Vergleich zu traditionellen Ansätzen mit statischen und phasenorientierten Planungsvorhersagen den Fokus auf eine inkrementelle (stückweise) Annäherung an die Liefergegenstände legen. Gestaffelt nach Priorität wird so der Leistungsumfang der Projektergebnisse gesteigert.


Abb. 1: Sprint Backlog in der Bearbeitung durch den SCRUM
-Master während des Daily SCRUM
(Foto: O.-A. Hammerstein/
Opitz Consulting)




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