Von Christoph Schneider, Reinhard Wagner, Andreas Wald

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2009, Seite 16 - 22. Alle Rechte vorbehalten.
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Projektförmige Arbeit und damit auch das Projektmanagement (PM) gewinnen in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Eine Vielzahl „weicher“ Faktoren beeinflusst – neben dem systematischen Einsatz von Projektmanagementmethoden – maßgeblich den Projekterfolg. Einer dieser Faktoren ist die aktive Unterstützung des Projektmanagements durch das Topmanagement. Erkenntnisse zur Bedeutung des Projektmanagements sowie zu den Anforderungen an dasselbe aus der Perspektive der Unternehmenslenker liegen jedoch kaum vor. Die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. (GPM) hat daher gemeinsam mit dem Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE) der European Business School (EBS) dazu eine Studie durchgeführt. Dabei wurden der Status quo, die Rolle des Projektmanagements und die zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich aus der Sicht des Topmanagements untersucht.

Anlage der Untersuchung

Unter Topmanagement wird die oberste Leitungsebene in Unternehmen verstanden. In der Regel handelt es sich dabei um Vorstände und Geschäftsführer, die über die grundsätzliche strategische Ausrichtung des Unternehmens entscheiden. In größeren Unternehmen fallen darunter auch die Positionen auf der zweiten Leitungsebene, wie beispielsweise die Bereichsleitung. Da dieser Personenkreis nur schwer zur Teilnahme an schriftlichen Befragungen zu motivieren ist, wurde die Datenerhebung in der vorliegenden Untersuchung im Rahmen einer telefonischen Befragung (CATI = Computer Assisted Telephone Interview) durchgeführt. Mittels einer ungeschichteten Zufallsstichprobe wurden 30 Interviewpartner aus deutschen Unternehmen ausgewählt und befragt. Die Grundlage dafür bildete ein standardisierter Fragebogen, der zudem eine Reihe von offenen Fragen enthielt. Vor der eigentlichen Befragung wurde ein Pre-Test durchgeführt. Dabei wurde das Erhebungsinstrument auf Verständlichkeit und Vollständigkeit überprüft.

An der Befragung beteiligten sich 18 Vorstände und Geschäftsführer sowie neun Abteilungs-/Bereichsleiter. Zudem wurden zwei Inhaber/Gesellschafter und ein Prokurist interviewt. Hinsichtlich der Größe der repräsentierten Unternehmen setzt sich die Stichprobe wie folgt zusammen: 24 Prozent der Unternehmen weisen bis zu 1.000 Mitarbeiter auf, 35 Prozent von 1.001 bis 1.500 Mitarbeiter, 24 Prozent 1.501 bis 2.000 Mitarbeiter und 17 Prozent mehr als 2.000 Mitarbeiter. Die Unternehmen kommen zu 30 Prozent aus der Dienstleistungsbranche (inklusive Finanzdienstleistungen) und zu 27 Prozent aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Es folgen das Produzierende Gewerbe (17 Prozent), Beratungen (13 Prozent), die Bauindustrie (10 Prozent) sowie ein Unternehmen aus der Pharmabranche (Abb. 1).


Abb. 1: Größen- und Branchenstruktur der Stichprobe



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