Von Reinhard Wagner, Gernot Waschek
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 2/2009, Seite 29 - 31. Alle Rechte vorbehalten.
Die Anforderungen der Projektarbeit nehmen weiter zu. Normen fördern die Konvergenz im Denken und Handeln der Beteiligten. Mit den beiden DIN-Normen für das Projektmanagement, der DIN 69900 und DIN 69901, wurden jetzt die beiden wichtigsten Projektmanagementnormen in Deutschland aktualisiert und auf die aktuellen Herausforderungen der Projektarbeit ausgerichtet. Das neue Prozessmodell der DIN 69901 fließt sogar in die Arbeiten an einer neuen internationalen Projektmanagementnorm, der ISO 21500, ein. Damit wird der Stellenwert der Normungsarbeit in Deutschland eindrucksvoll bestätigt.
Endlich ist es geschafft!
Nun sind sie erschienen: Nach mehr als fünf Jahren Vorbereitungszeit und zahlreichen Sitzungen der Arbeitsgruppen im zuständigen Ausschuss des DIN Deutsches Institut für Normung e.V. sowie in der Fachgruppe „Projektmanagementnormung“ der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. wurden im Januar 2009 die neuen deutschen Projektmanagementnormen DIN 69900 („Netzplantechnik“) und DIN 69901 („Projektmanagementsysteme“) in den Teilen 1 bis 5 veröffentlicht. Das Interesse an den neuen Normen und die Zahl der Vorbestellungen war so groß, dass die neuen Normen sogar schon mit einer Auszeichnung an den Start gingen, nämlich als „Norm des Monats Januar 2009“.
Mit Normungsvorhaben wurde auf steigende Anforderungen in Projekten reagiert
Die Normungsarbeit im Projektmanagement reicht schon bis Ende der Sechzigerjahre zurück und wurde maßgeblich durch die Aktiven der GPM geprägt [1]. Im Jahr 1970 erschien unter dem Titel „Netzplantechnik, Begriffe“ die DIN 69900 als erste deutsche Projektmanagementnorm. Später wurde das so begonnene Normenwerk mehrmals verändert und auf bis zu sieben Normblätter ausgebaut. Die letzte Norm dieser Serie war die DIN 69904 „Projektmanagementsysteme“ im Jahr 2000. Als klar wurde, dass dieses Normenwerk den Herausforderungen moderner Projektarbeit nicht mehr gewachsen war, beschloss der Normenausschuss im Jahr 2003, die Normen nicht nur insgesamt zu aktualisieren, sondern dabei ganz neu zu strukturieren und konsequent auf die Prozessorientierung auszurichten.
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