Ein Kommunikationsmodell für firmenübergreifendes Projektmanagement
Von Udo Mathee
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2009, Seite 30 - 33. Alle Rechte vorbehalten.
Der Trend zur Übernahme von immer mehr Projekt- und Entwicklungsverantwortung durch Partnerunternehmen ist in allen Industriebranchen zu beobachten. Um diese Vorteile der Aufgabenteilung jedoch erfolgreich nutzen zu können, sind Projektmanagementmethoden von größter Bedeutung, die eine solche firmenübergreifende Zusammenarbeit effektiv unterstützen. Darum haben Automobilhersteller, Zulieferer, Unternehmensberatungen und Hochschulinstitute die ProSTEP iViP-Projektgruppe „Collaborative Project Management (CPM)“ ins Leben gerufen. Die gemeinsam entwickelte Handlungsempfehlung wird seit November 2006 in Seminaren allen Interessenten für den Einsatz in der täglichen Praxis vermittelt.
Die Zeit, in der Zulieferer nur als verlängerte Werkbank betrachtet wurden, ist längst vorbei. So betrug in der Automobilindustrie der Wertschöpfungsanteil der OEMs schon im Jahre 2002 nur noch 35 Prozent – und die Tendenz ist weiter fallend. Studien der Automobilindustrie rechnen für 2015 nur noch mit einem Anteil von 23 Prozent. Dies erfordert vom Einkauf bis zum Engineering eine immer stärkere Verzahnung des Informationsaustausches und der Projektkoordination, womit wiederum ein steigender Kommunikations- und Steuerungsaufwand verbunden ist.
Klaus Kubitza, bei BMW unter anderem verantwortlich für Collaborative Engineering und Project Management, findet für die Situation der Projektpartner einen sportlichen Vergleich: „Früher stand jede Mannschaft wie beim Volleyball auf ihrer Seite.“ Heute verliefe die Arbeit dagegen eher ähnlich einem Basketballspiel. „Das Tempo hat sich erhöht und alle sind ständig in Bewegung. Da bedarf es schon sehr viel Training, eine Mannschaft aufzubauen und zu wissen, was die Stärken eines jeden Spielers sind und auf wen man sich verlassen kann.“
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