Von Tim Krüger
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2009, Seite 27 - 29. Alle Rechte vorbehalten.
Knappe Ressourcen und praktisch unbegrenzte Anforderungswünsche – für jeden Projektmanager ein bekanntes Phänomen. Nicht immer gelingt es, gemeinsam mit dem Auftraggeber beides in Übereinstimmung zu bringen. Ein international tätiger Mobilfunkanbieter hat für seine internen IT-Projekte unter dem Schlagwort „Rightsizing“ ein Verfahren auf Basis der sogenannten Pareto-Regel entwickelt, mit dem Projektmanager und Auftraggeber den Projektinhalt und -umfang an die Ressourcensituation anpassen können.
Problemstellung
Bei einer Auswertung am Anfang des Jahres 2007 wurde festgestellt, dass die Anzahl der gestellten Demands, das heißt der neuen Anforderungen an die IT-Systeme, über die Zeit kontinuierlich angestiegen war. Die Anzahl der im Januar 2007 bereits erfassten Demands ließ (fortgeschrieben auf das ganze Jahr 2007) auf eine weitere, extreme Erhöhung schließen. Gleichzeitig war das zur Verfügung gestellte Budget für 2007 gekürzt worden, das heißt, es war abzusehen, dass ohne eine Änderung der Vorgehensweise nur ein sehr kleiner Anteil der Anforderungen tatsächlich würde umgesetzt werden können.
Um die knapper gewordenen Ressourcen und die gestiegenen Anforderungen in Einklang zu bringen und dabei ein möglichst effizientes Ergebnis zu erzielen, musste ein Verfahren gefunden werden, mit dem sich der Umfang von einzelnen Demands reduzieren ließ. Gleichzeitig sollte dieses Verfahren leicht anwendbar sein und die Projektteams nicht unnötig belasten. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurde bei einer Landesgesellschaft die Anwendung der Pareto-Regel auf den Inhalt und Umfang von IT-Projekten erprobt. Die Ergebnisse waren so vielversprechend, dass von der IT-Abteilung und den Fachabteilungen gemeinsam eine Ausweitung des Ansatzes auch auf die eigenen Projekte beschlossen wurde.

Abb. 1: Geschätzte Entwicklung von gestellten und tatsächlich realisierten Demands
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