Anforderungen an eine schlüssige Konzeption und Umsetzung
Von Claus Steinle, Verena Eßeling, Timm Eichenberg
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 5/2008, Seite 64 - 67. Alle Rechte vorbehalten.
1. Multiprojektmanagement und -controlling: Eine Standortbestimmung
Projekte sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. Vielmehr nehmen sie in Anzahl und im Umfang stetig an Bedeutung zu. Somit sehen viele Unternehmungen den Bedarf, ein konzeptionell bedachtes und systematisches Management ihrer Projektelandschaft einzuführen. Dieses sollte neben den operativ zu erfüllenden Aufgabenstellungen auch komplexe strategische Problemfelder beinhalten. Die damit verbundenen vielschichtigen Herausforderungen müssen von Unternehmungen nicht nur bewältigt, sondern agierend und erfolgsinduzierend genutzt werden. Besonders in stark projektorientierten Unternehmen ist hierbei die Unterstützung durch ein "dienstleistendes" Multiprojektcontrolling erforderlich, welches über Sammlung, Aufbereitung und zur Verfügung stellen entsprechender Informationen eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Konzeption, Implementation und Entwicklung der Projektportfolios bietet.
Die erfolgreiche Steuerung und Entwicklung einer Mehrzahl von Projekten zeigt sich als ein von der Wissenschaft als konzeptionell herausforderndes, für die Unternehmungspraxis als erfolgskritisch erkanntes und für die Beratungsseite als attraktiv eingeschätztes Handlungsfeld. Allein schon diese Interessenten- und Perspektivenvielfalt, die sich auf Multiprojektmanagement und Multiprojektcontrolling richtet, verlangt nach Begrenzung, Auswahl und Strukturierung. Ziel dieses Beitrags ist es, Anforderungen an ein Multiprojektmanagement und -controlling sowohl aus konzeptioneller als auch aus umsetzungsorientierter Sicht aufzuzeigen.
2. Konzeptionelle Anforderungen an ein Multiprojektmanagement und -controlling
Eine zentrale Anforderung an ein Multiprojektmanagement und -controlling liegt aus einer konzeptionellen Perspektive gesehen in einer Berücksichtigung relevanter Dimensionen. So zeigt sich einerseits eine Bedeutung der aus dem Projektmanagement bekannten zeitlichen Dimension in Form von Prozessschritten. Andererseits spielt jedoch auch eine ebenenbezogene Betrachtung vom strategischen Projektportfolio bis hin zur operativen Abwicklung entsprechender Einzelprojekte eine wichtige Rolle.
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