GPM Gründungsmitglied Manfred Saynisch über Prof. Heinz Schelle

Von Oliver Steeger

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2008, Seite 13 - 14. Alle Rechte vorbehalten.
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Sie sind Weggefährten seit über dreißig Jahren: Professor Heinz Schelle und Manfred Saynisch haben die Gründungsurkunde der GPM mitunterzeichnet, gemeinsam wegweisende PM-Bücher auf den Markt gebracht, Seminare entwickelt und Symposien veranstaltet. „Wir waren in fachlichen Dingen nicht immer gleicher Meinung, doch aus unserem Disput sind häufig für das Projektmanagement wichtige Erkenntnisse erwachsen“, erinnert sich Manfred Saynisch, in der GPM aktiv unter anderem als Leiter der Fachgruppe „Neue Wege im Projektmanagement“ und als Kuratoriumsmitglied bis 2007. Er würdigt Professor Heinz Schelle als bedeutenden wissenschaftlichen Kommunikator und kenntnisreichen Brückenbauer von der Theorie zur Praxis – und als „Sparringspartner“ für seine eigene Forschungstätigkeit.


Prof. Heinz Schelle (rechts) und
Manfred Saynisch im Gespräch
beim PM-Forum im Jahr 2006

(Foto: Oliver Steeger)


Herr Saynisch, als Sie Prof. Heinz Schelle das erste Mal begegnet sind, war das Projektmanagement im heutigen Sinne noch gar nicht entwickelt. Sprach man damals überhaupt schon von Projektmanagement?

Manfred Saynisch: Wir haben uns 1975 kennengelernt. Damals arbeitete man mit der stark mathematisch geprägten Netzplantechnik. Professor Heinz Schelle war, wie er sagt, frischgebackener Professor. Ich war im Bereich Aerospace and Defense tätig und bei der Deutschen Gesellschaft für Operations Research (DGOR) in der Leitung einer Arbeitsgruppe, die sich mit Netzplantechnik und Projektmanagement befasste ...

 
Man sprach also vor fast 35 Jahren bereits von Projektmanagement?

Projektmanagement kam gerade ins Gespräch. Ich begann, zusätzlich zur Netzplantechnik damals kaum bekannte Methoden des Projektmanagements in die DGOR-Gruppe hineinzubringen; diese Methode hatte ich in den Raumfahrtprojekten der USA kennen gelernt. Ich habe Prof. Schelle auf das Gremium aufmerksam gemacht, und 1977 hat er die Leitung der Gruppe übernommen. Sein Verdienst war es, dem Projektmanagement in dieser Gruppe noch mehr Gewicht zu geben. Damit hat er entscheidende Weichen für die Verbreitung gestellt.



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