Von Ingela Jöns, Sven Scherrer, Dorothea Stanjek, Tammo Straatmann, Bernd Göttel

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2008, Seite 42 - 51. Alle Rechte vorbehalten.
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In diesem Beitrag wird ein Instrument vorgestellt, das speziell für die Tätigkeit von Projektmanagern und die flexiblen Arbeitsbeziehungen in Projekten entwickelt wurde. Die Entwicklung und Erprobung dieses verhaltensbezogenen Feedbackinstruments für Projektmanager erfolgten im Rahmen eines Seminars an der Universität Mannheim und in Zusammenarbeit mit der Firma CAIRO AG, einer IT-Beratungsfirma mit Sitz in Mannheim.

Feedbacksysteme in der Praxis

Feedback ist eine zentrale Voraussetzung für motiviertes und zielorientiertes Handeln; diese Erkenntnis wird in der Arbeitswelt immer mehr angewendet. In vielen Organisationen gehören feste Feedbacksysteme längst schon zum Alltag. Die verschiedenen Feedbackinstrumente beziehen sich aber überwiegend auf traditionelle Arbeitsformen, in denen Mitarbeiter, Vorgesetzte oder Gruppen permanent und direkt miteinander arbeiten. So erhalten Mitarbeiter beispielsweise im Rahmen der Gespräche zur Personalbeurteilung systematisches Feedback durch ihre direkten Vorgesetzten. Damit Führungskräfte Rückmeldungen erhalten, werden Vorgesetztenbeurteilungen oder 360-Grad-Beurteilungen durchgeführt.

Bislang unberücksichtigt bleiben jedoch neue Formen der flexiblen Zusammenarbeit, wie virtuelle Teams oder Projektorganisationen, die angesichts der Zunahme von international bzw. global agierenden Unternehmen sowie von spezifischen Auftrags- und Dienstleistungen immer häufiger als Arbeitsformen eingesetzt werden. In derartigen temporären Arbeitsformen können sich effiziente Beziehungen schwerer entwickeln, sodass ein systematisches Feedback umso hilfreicher ist, durch das die wechselseitigen Erwartungen zielorientiert kommuniziert werden.

Projektorganisation und Führungsfunktion

Bei Projektorganisationen lassen sich klassischerweise zwei Grundformen unterscheiden. Im ersten Fall handelt es sich um Projekte zu strategischen oder übergreifenden Themen, die von (Experten-)Teams neben ihrer eigentlichen Arbeitsaufgabe bearbeitet werden. Im zweiten Fall handelt es sich um Projekte im Sinne umfassender Kundenaufträge, Entwicklungs- oder Produktionsleistungen, zu deren Bearbeitung interdisziplinäre Arbeitsgruppen eingesetzt werden. In großen Unternehmen wird dieses Vorhaben zumeist in der Form der Matrixorganisation realisiert. Dabei gehören die Mitarbeiter einer funktionalen Einheit an, von wo sie in Projekte entsandt werden bzw. für verschiedene Projekte zeitlich befristet tätig sind. In kleineren Unternehmen, insbesondere der IT-/Beratungsbranche, wird häufig auf zusätzliche formale Organisationsstrukturen verzichtet, sodass die Mitarbeiter permanent in verschiedenen Projektteams arbeiten, ohne einer festen Abteilung zugeordnet zu sein.



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