Prominente Keynote-Speaker auf PM-Forum in München

Von Oliver Steeger

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2008, Seite 10 - 13. Alle Rechte vorbehalten.
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Manche Botschaften müssen auf die Spitze getrieben werden, nur so finden sie Gehör. „Die Innovatoren der deutschen Wirtschaft sollten eigentlich wie Popstars gefeiert werden“, pointierte jüngst Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Die hochfliegende Forderung hat einen harten, wahren Kern. Nur Innovationen können heute die Wirtschaft zukunftsfest machen. Von diesem Erfindergeist ist man in Deutschland indes weit entfernt. „Der entscheidende Erfolgsfaktor für das langfristige Überleben von Unternehmen ist die Fähigkeit zur Innovation, die Fähigkeit, systematisch Ideen zu generieren, neue Produkte und Leistungen zu entwickeln und erfolgreich am Markt umzusetzen“, erklärte Prof. Bullinger. In vielen Unternehmen fehle das rechte Klima für neue Ideen und deren Vermarktung. „Es ist bezeichnend, dass ein Viertel der guten Ideen unseren Innovatoren beim Spazierengehen in freier Natur kommen – und nur vier Prozent am Arbeitsplatz“, sagte der renommierte Forscher vor rund dreihundert Projektmanagern auf dem „24. Internationalen Deutschen Projektmanagement Forum 2007“ in München.


Professor Hans-Jörg Bul-
linger warb auf dem PM-
Forum in München für
besseres Innovations-
management.
(Foto:
Oliver Steeger)


Mit scharfer Analyse, launigem Humor und treffsicheren Pointen warb Prof. Hans-Jörg Bullinger auf dem Forum für Innovationsmanagement. „Innovationstreiber“ werden solch zukunftsdenkende Persönlichkeiten genannt, die sowohl mehr Erfindergeist als auch Vermarktung von Innovationen fordern. Auf dem Projektmanagement Forum der GPM waren gleich mehrere Innovationstreiber zu Gast, unter ihnen Prof. Martin G. Möhrle (Universität Bremen), der Gehirnforscher Prof. Gerhard Roth sowie Dr. Walter Kroy, Vorstand der Tharsos AG und der Ludwig-Bölkow-Stiftung. Die Keynote-Speaker waren sich einig: Projektmanager stehen in vorderster Front beim Ringen um gute und markttaugliche Innovationen.

„Projektmanagement ohne Grenzen“ – unter dieses Leitwort stellte die GPM den zweitägigen Fachkongress auf der Münchner Praterinsel unweit des Maximilianeums, dem Sitz des Bayerischen Landtags. Über dreihundert Projektmanager, Wissenschaftler und Berater waren zusammengekommen. „Die Herausforderung, Grenzen hinter sich zu lassen, beginnt bei der Bewältigung von Hierarchiegrenzen im eigenen Unternehmen und setzt sich mit der Überwindung von Branchen- und Ländergrenzen fort“, gab Erwin Huber, Bayerischer Staatsminister für Finanzen und Schirmherr des Forums, den Projektmanagern mit auf den Weg. Er lobte die GPM in seiner Grußbotschaft als „treibende Kraft bei der Entwicklung des Projektmanagements in Deutschland“.

Mit über sechzig Vorträgen hatte die GPM ein pralles Programm vorbereitet und in sieben Themenschwerpunkte gegliedert; viele der Vorträge aus Wissenschaft und Praxis kreisten um das Projektmanagement der Luftund Raumfahrt sowie des Gesundheitswesens, zwei in Süddeutschland stark vertretene Branchen. Ein Schmankerl im Programm: Rund sechzig Forumsteilnehmer gingen auf Exkursion nach Oberpfaffenhofen und besuchten das Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), wo acht wissenschaftliche Institute angesiedelt und über eintausend Mitarbeiter beschäftigt sind.



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