Von Klaus Demleitner

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2007, Seite 43 - 48. Alle Rechte vorbehalten.
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Welchen Beitrag liefert ein Projekt für den Unternehmenserfolg? Was trägt eine Projektabteilung zum Gewinn bei? Diese und ähnliche Fragestellungen lassen sich kaufmännisch mithilfe der Deckungsbeitragsrechnung beantworten. Deckungsbeiträge (DB) stellen ökonomisch die Koppelung der operativen Projektebene mit Unternehmenszielen dar. Sie tragen zur Transparenz bei durch die Einordnung von Projektarbeit in den unternehmerischen Kontext. In diesem Sinne können Deckungsbeiträge auch als Führungsgröße mit Motivationscharakter und mögliche Basis für Prämiensysteme in Projekten betrachtet werden.

1 Erfolgsrechnung mit Deckungsbeiträgen

Die Mehrzahl der Projekte dient der Verfolgung von Gewinnzielen. Mathematisch ausgedrückt bedeutet das, dass die Summe der mittels eines Projektes erwirtschafteten Erlöse größer sein muss als die Summe der dafür erforderlichen Aufwendungen – sprich ein positiver Deckungsbeitrag resultiert. Aus dem Blickwinkel eines Unternehmens, das Projekte im Kundenauftrag bearbeitet, wird diese Thematik im Folgenden dargestellt. Projektaufwendungen werden in drei Schritten ermittelt. Zunächst sind die projektspezifischen Aufwandsarten zu eruieren. Danach wird zu jeder Position das erforderliche Mengengerüst festgelegt. Die Bewertung erfolgt schließlich zu entsprechenden Faktorkosten.

Projektkalkulation

Personalaufwand ist die wesentliche Aufwandsposition in jedem Projekt. Mit den Projektstunden steht und fällt jedes Projekt. Zudem hat die Bewertung bzw. Preisfindung dieser Aufwandsgröße maßgeblichen Einfluss auf die Deckungsbeiträge und daraus abzuleitende Aussagen. Argumentativ kann man sich von einem minimalen zu einem optimalen Verkaufspreis für geleistete Projektstunden vorarbeiten:
Exemplarisch bestehe eine Unternehmung aus nur einer Projektabteilung A. Die Basisdaten (Monatswerte) für die Berechnung sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Der Produktivanteil (75 Prozent = 4.000 Std.) weist aus, wie viel Arbeitszeit effektiv für Projektarbeit planmäßig zur Verfügung steht, also ohne Urlaub, Weiterbildung, Krankheit etc. sowie Tätigkeiten außerhalb der Projektarbeit. Hieraus lassen sich die Kosten des „Werteverzehrs“ (= „variable“ Kosten) ermitteln, ...


Abb. 5: Fortschrittscontrolling und Deckungsbeitrag



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