Schnelle und pünktliche Projekte mit CCPM, TripleWin und Pipelining
Von Uwe Techt
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2007, Seite 12 - 20. Alle Rechte vorbehalten.
Es wird gezeigt, wie durch die vier Optimierungsansätze – Critical-Chain-Projektmanagement, fundierte, am Engpass orientierte Projektplanung, Ressourcenplanung durch „Pipelining“ und „TripleWin“ – die globale Optimierung eines Projekts möglich ist. Bei allen vier Methoden wird das Projekt als System betrachtet und als Ganzes verbessert. Deshalb lassen sich die Ansätze problemlos für eine Verkürzung der Projektlaufzeit kombinieren. Durch die Analyse des Gesamtsystems werden Kernursachen für die verbreiteten Probleme im Projektmanagement identifiziert.
Auf die Frage, weshalb sie ihr Projektmanagement verbessern, wird in vielen Unternehmen geantwortet: Sie wollen (und müssen) die Verträge und Zusagen einhalten, die sie für ihre Projekte getroffen haben. Sie wollen Imageverlust und Strafzahlungen vermeiden und bei verspätet fertiggestellten Projekten Kosten für Nachbesserungen vermeiden. Nicht zuletzt wollen sie das Projektbudget einhalten und damit die eigene Gewinnmarge sichern. Solche Motive für die Verbesserung des Projektmanagements sind nachvollziehbar. In einer Hochrechnung aus dem Jahr 2004 wurden die Verluste der deutschen Wirtschaft durch ineffiziente und ineffektive Projekte auf immerhin rund 150 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Studien und Umfragen belegen, dass allen Verbesserungsbemühungen zum Trotz rund jedes dritte Projekt scheitert – eine seit Jahren konstante Quote.
Doch längst geht es projektorientierten Unternehmen nicht mehr nur um die Schadensbegrenzung. Ein gut funktionierendes Projektmanagement wird mittlerweile als Wettbewerbsvorteil erkannt. Die Unternehmen können den Liefertermin garantieren (und diese Garantie durch das Angebot von Vertragsstrafen glaubhaft machen), eine Strategie, welche die Marktposition gegenüber Wettbewerbern deutlich verbessert.
Die Überlegungen reichen noch weiter. Angenommen, Projekte würden nicht nur pünktlich, sondern deutlich schneller ans Ziel kommen, so würde dies völlig neue Perspektiven im Projektgeschäft eröffnen. Die Verkürzung von Projektlaufzeiten wäre Grundlage für neuartige, hochprofitable Geschäftsmodelle. Ein Beispiel: Kann ein größeres neues Hotel nur einen Monat früher als geplant eröffnen, so führt dies zu Mehreinnahmen von mehreren Millionen Euro. Es liegt also im Interesse des Kunden, das Projekt früher „als üblich“ abzuschließen. Er wird in diesem Fall bereit sein, das mit dem Projekt beauftragte Unternehmen an dem zusätzlichen Gewinn teilhaben zu lassen.
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