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Ein Weiterbildungsstudiengang für Ingenieurinnen und Ingenieure

Von Kathrin Staab

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 2/2007, Seite 56 - 60. Alle Rechte vorbehalten.
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In allen Branchen ist die Kompetenzdebatte en vogue. Über das Erfordernis von Kompetenzen von Ingenieuren, Kaufleuten bzw. von allen Mitarbeitern in diversen Fachbereichen eines Unternehmens ist man sich einig (im Sinne der Sprachökonomie wird die männliche Form benutzt). Wie ist es jedoch realisierbar, ein adäquates Kompetenzrepertoire im Kontext mit der Wirtschaft zu entwickeln? Dass Projektmanagement im Rahmen eines berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengangs dazu geeignet erscheint, Impulse zur Kompetenzentwicklung für Ingenieure zu geben, soll dieser Beitrag exemplarisch zeigen.
Die Autorin hat an dem Curriculum des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengangs „Fahrzeugsystemtechnologien“ (M. Sc.) mitgewirkt und an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel den dafür erforderlichen Akkreditierungsprozess verantwortlich koordiniert. Im Rahmen des in das Studienprogramm integrierten Managementmoduls hat sie die Veranstaltung Projektmanagement unter dem Aspekt der Auseinandersetzung mit aktivierender Hochschuldidaktik konzipiert.

Zur methodischen Herangehensweise im Verständnis von Praxisrelevanz – Soll-Konstruktion eines spezifischen Anforderungsprofils an einem „Ingenieur- Typus“

Interviews mit Führungskräften in verschiedenen Organisationseinheiten bzw. Fachbereichen der Volkswagen AG zur kompakten Anforderungsrealität an Ingenieure sollten exemplarisch dazu dienen, über identifizierte Anforderungen als Kompetenzkomponenten (z. B. Kooperationsfähigkeit) und deren Bündelung in Kompetenzdimensionen (z. B. Sozialkompetenz) gezielt kompetenzorientiert an der Hochschule arbeiten zu können. Dazu hat es sich angeboten, aus den Interviewaussagen einen Idealtypus zu kondensieren. Durch Clusterungsprozesse sollte ein „Soll-Modus“ zur hochschuldidaktischen Handhabbarkeit für ein Weiterbildungsstudium entworfen werden. Dieser Ablauf orientierte sich an der von der qualitativen Sozialforschung diskutierten und praktizierten Typenbildung, die sich über Einzelfälle empirisch erschließen und begründen lässt. Das in der Abb. 1 dargestellte Kompetenzspektrum eines sich aus den Interviewaussagen generierenden spezifischen „Ingenieur- Typus“ setzt Fachkompetenz grundsätzlich voraus.


Abb. 1: Prozentualer Anteil an Ingenieur-Kompetenzdimensionen, identifiziert aus Interviews mit Experten der Volkswagen AG



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