Von Michael Frahm

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 2/2007, Seite 37 - 42. Alle Rechte vorbehalten.
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Kostenkennwerte spielen bei der Ermittlung von Kosten eine bedeutende Rolle, da sie neben den Bauwerksmengen maßgeblichen Einfluss auf die Höhe einer Kostenermittlung haben. Der Markt bietet dem Planer eine große Anzahl kostenfreier und kostenpflichtiger Kostenkennwertsammlungen an, die aus abgeschlossenen Projekten stammen. Dieser Aufsatz soll einen Überblick über die üblichen Kostenkennwertsammlungen für Neu- und Umbaumaßnahmen verschaffen und sie nach ihrer möglichen Verwendbarkeit einteilen.
Die Übersicht spiegelt am Markt gängige Kennwertsammlungen wider und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Viele Firmen stellen aus eigenen Projekten über Kostenfeststellungen und Projektauswertungen eigene firmeninterne Kostenkennwertsammlungen auf. Diese werden hier nicht untersucht.

Was sind Kostenkennwerte?

Kostenkennwerte sind aus bereits abgeschlossenen Projekten herausgerechnete Kennzahlen, die beschreiben, was zum Beispiel 1 m² Bürofläche eines Bürogebäudes mittleren Standards kostet.


Tabelle 1: Beispiel Berechnung Kosten-
wertsenkung


Kostenkennwerte können bis auf die fünfte Gliederungsebene eines Bauwerks herunter aggregiert werden. Je tiefer die Aufgliederung ist, desto besser ist die Möglichkeit, eine exakte Kostenermittlung mit genauer Zuordnung der Kostenelemente zu den Kostenkennwerten zu erstellen. Neben der Zuordnung der Kostenkennwerte zu Kostenelementen können Kostenkennwerte auch Nutzungsbereichen zugeordnet werden. Eine maßgebende Schwierigkeit der Kostenkennwerte ist, sie richtig einzuschätzen und gegenüber dem Bauherrn vertreten zu können. Die meisten Kennwertsammlungen bieten einen Kostenkennwertbereich an, der abhängig von einem Standard ist.

Grundlagen: Datenbanken für Kostenkennwertsammlungen

Die Basis von Kostenkennwertsammlungen sind Datenbanken, denen ausgewertete Projekte zugrunde liegen. Es wird zwischen zwei Datenbanktypen unterschieden: der synthetischen Datenbank und der analytischen Datenbank. Die Entwickler der verschiedenen Kostenkennwertsammlungen propagieren ihre Methode, sei sie nun analytisch oder synthetisch, als die bessere. Letztlich entscheidet darüber die Akzeptanz am Markt.



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