Programmmanager Claudius Schweickert hält am Airport die Fäden in der Hand
Von Oliver Steeger
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 2/2007, Seite 11 - 14. Alle Rechte vorbehalten.
Kurz war das Gastspiel der Baukräne am Leipziger Flughafen: Binnen sechs Monaten zog die DHL den Rohbau für ihr neues Fracht-Drehkreuz hoch, das bald zu den drei weltweit größten Knotenpunkten des Logistikkonzerns zählen wird. Ab Herbst 2007 werden hier die ersten Frachtflieger landen, im Frühjahr 2008 läuft der Umschlagplatz für Pakete, Päckchen und Dokumente auf Hochtouren. 100.000 Sendungen stündlich werden hier künftig vollautomatisch sortiert und auf den richtigen Weg gebracht. Erstaunlich für ein Bauprojekt: Das Leipziger Team ist auf einer der größten Baustellen Europas seinem Zeitplan deutlich voraus – auch dank wirksamen Programmmanagements.

Projektsteuerer Claudius
Schweickert hat ein wirksames
Programmmanagement für das
Leipziger Airport-Projekt
entwickelt. Mit einem fünf-
zehnköpfigen Team hält er die
Fäden des Vorhabens in der Hand.
(Foto: DHL/Schoßig)
Das Projektteam am Leipziger Flughafen hatte Glück. Mildes Wetter im vergangenen Dezember, Wochen, in denen Baustellen sonst ruhen. Diesmal zum Winterbeginn konnten die Baufirmen täglich 13.000 Tonnen Beton gießen; das neue Vorfeld und die Taxiways, auf denen künftig die DHL-Luftfrachter verkehren sollen, wuchsen zusehends. In Leipzig entsteht in Windeseile ein neues Fracht-Drehkreuz der DHL, der Logistiktochter des Konzerns Deutsches Post World Net – manche sprechen von einer der größten europäischen Baustellen.
Der warme Dezember, der in Hessen sogar Mandelbäume knospen ließ, kam Projektsteuerer Claudius Schweickert gerade recht. Das Projekt schritt voran, heute ist sein Team deutlich dem Zeitplan voraus. Das Glück ist mit den Tüchtigen, scherzt er freudig. Wobei der Fachmann zwischen den Baukränen und Spezialmaschinen mehr auf Tüchtigkeit als auf sein Glück setzt.
Solche Tüchtigkeit brauchte auch das ehrgeizige Team – und braucht es weiterhin, bis das Vorhaben im Jahr 2008 abgeschlossen sein wird. Im vergangenen Jahr zog der Bonner Konzern binnen sechs Monaten den Rohbau für ein gewaltiges Sortierzentrum mit 64.000 Quadratmetern Fläche hoch. Parallel dazu entsteht derzeit eine zweite Landebahn, 3,6 Kilometer lang und 60 Meter breit. Auch ein Verwaltungsgebäude, ein Wartungshangar und eine Betankungsanlage für die DHL-Luftflotte sind in Arbeit.
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