Von Oliver Steeger
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2007, Seite 67 - 69. Alle Rechte vorbehalten.
Die Zahl der IPMA-zertifizierten Projektmanager ist in den vergangenen fünf Jahren von rund 500 auf über 10.000 gestiegen – eine Steigerung um das Zwanzigfache. Auch sonst geht es mit dem Projektmanagement in Deutschland kräftig aufwärts. Immer mehr Unternehmen richten Projektmanagern Karrierepfade ein. Zunehmend erklären Geschäftsführer und Vorstände Projektmanagement zur Chefsache. Für viele Fachleute steht fest: Das Projektmanagement hat seit der Jahrtausendwende einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Andreas Frick, soeben zum Vorstandsvorsitzenden gewählt, analysiert die Gründe für diesen Boom, beschreibt die Zukunftstrends – und spricht über die Rolle der GPM.

Andreas Frick, GPM-Vorstands-
vorsitzender seit Herbst 2006
(Foto: Oliver Steeger)
Fachleute haben vor fünf Jahren vorausgesagt, dass das Projektmanagement immer internationaler wird. Auch würden, so die Erwartung, die Teams künftig über mehrere Standorte verteilt zusammenarbeiten und virtuell per Internet kooperieren. Beide Prognosen haben sich bewahrheitet. Mit Blick auf die nächsten fünf Jahre – welche weiteren Entwicklungen erwarten Sie?
Andreas Frick: Eine ganze Reihe von Trends werden derzeit beobachtet. Als Beispiel nenne ich die Branchenorientierung von Projektmanagement. Heute loten einige GPMFachgruppen aus, wie Projektmanagement speziell in verschiedenen Branchen zu ergänzen ist. Im Bereich IT oder in Organisationsprojekten sind wir bereits sehr weit. Initiativen beispielsweise für die Gesundheitsbranche entstehen soeben. In anderen Branchen fehlen solche Ansätze noch. Auch wird es für Großprojekte spezielle Ausprägungen des Projektmanagements geben. Es hat sich gezeigt, dass Großprojekte wie das Mauterfassungssystem Toll Collect oder die Gesundheitskarte zusätzliche Methoden und besondere Anwendungsformen des Projektmanagements erfordern.
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