Anschnallen bitte! Wir beschleunigen die Projektteamentwicklung

Von Thomas Haim, Thomas S. Maier

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2007, Seite 20 - 24. Alle Rechte vorbehalten.
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Der extreme Ergebnisdruck zwingt viele Projektleiter zur unmittelbaren Erarbeitung der Projektergebnisse. Die strukturierte Projektinitialisierung wird dabei oft vernachlässigt. Hieraus kann eine schlechte Produktivität in der Projektarbeit folgen: Projektergebnisse werden zu spät geliefert, haben mangelhafte Qualität. Projektziele werden oft nicht eingehalten. Typische Symptome im Projektverlauf:
* Blindleistung: Aktivitäten, die zur Zielerreichung notwendig sind, werden doppelt oder gar nicht erarbeitet.
* Kompetenzgerangel: Verantwortung wird durch die Projektmitarbeiter nicht angenommen und immer wieder in Frage gestellt.
* Keine aktive Steuerung: Zielabweichungen im Projekt werden viel zu spät bemerkt und es ist unklar, wie darauf reagiert werden soll.
* Divergenter Projektstatus: Der Status des Projektes wird von den Projektmitarbeitern extrem unterschiedlich wahrgenommen.

Häufig wird in entsprechenden Situationen mit dem Einsatz von zusätzlichen Ressourcen reagiert. Diese aber können nur mit einem geringen Wirkungsgrad zur Erarbeitung der Projektergebnisse beitragen. Die Ursache, die fehlende oder mangelhaft durchgeführte Projektinitialisierung, wird meist nicht behandelt bzw. angegangen.


Die Beschleunigung der Projekt-
teamentwicklung


Die Automobilindustrie hat sich in den vergangenen Jahren durch den gesteigerten internationalen Wettbewerb, komplexere und diversifizierte Produkte sowie stark angepasste und weiterentwickelte Produktentwicklungsprozesse fundamental verändert. Heute spielen Elektrik-/Elektronik-(E-/E-)Systeme eine entscheidende Rolle für die Entwicklung von innovativen Fahrzeugen und damit zur Wahrung beziehungsweise zum Ausbau einer starken Wettbewerbsposition. Dabei reicht das Spektrum von Motor- und Getriebesteuerungen über Komfort-Managementlösungen, Sicherheitsmanagementanwendungen bis hin zum Infotainment. Dafür werden heutzutage immer mehr elektrische Steuergeräte in ein Fahrzeug verbaut, die über unterschiedliche BUS-Systeme permanent ihre Daten austauschen, da die für den Kunden sicht- bzw. erlebbare Funktion (z. B. PDC – Park-Distance-Control, adaptives Kurvenlicht etc.) nur über eine enge Vernetzung der Sensoren, Aktuatoren, der Steuergeräte und insbesondere der Software im Fahrzeug realisiert werden kann. Dies macht deutlich, dass die Elektrik-/Elektronik- Entwicklung in den Fahrzeugprojekten durch den rasant steigenden Umfang und die zunehmende Vernetzung der Funktionen eine gewaltige Herausforderung darstellt. Diese Anforderungen zeigen sich auch in einer immer komplexeren Projektorganisation in der Produktentwicklung. Terminverschiebungen oder Qualitätsabweichungen einzelner Elektrik-/Elektronik-Komponenten können durch die zunehmende Vernetzung die Markteinführung eines Fahrzeuges gefährden. Daher ist eine mangelhafte Projektinitialisierung ein Risiko, das sich direkt auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Fahrzeugprojektes bzw. eines Unternehmens auswirken kann.


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