„Xchanging Transaction Bank“ holte im Award-gekrönten Projekt die Citibank ins Haus
Von Oliver Steeger
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2007, Seite 3 - 10. Alle Rechte vorbehalten.
Bei der „Xchanging Transaction Bank“ hat kein Bankkunde ein Konto. Dennoch bekommen viele Anleger regelmäßig Post von dem Frankfurter Unternehmen: Nachrichten über den Kauf oder Verkauf ihrer Aktien, über Zinszahlungen, Aktionärsversammlungen oder Freistellungsaufträge. Die „Xchanging Transaction Bank“ arbeitet geräuschlos im Hintergrund der deutschen Finanzwirtschaft. Die 730 Mitarbeiter wickeln als Dienstleister für namhafte Institute das Wertpapiergeschäft technisch ab. Zuletzt übernahm die Bank in einem groß angelegten Projekt das Wertpapiergeschäft der Citibank Deutschland, gewann mit diesem „CATT“ genannten Vorhaben den „Deutschen Projektmanagement Award 2006“ – und stand mit einem Mal im Rampenlicht der Projektmanagement-Community. Die Award-Jury war von dem Projektmanagement begeistert. Sogar bislang unbekannte Managementwerkzeuge wie den „Migration Hub“ hat das einhundertköpfige Erfolgsteam entwickelt. Derweil betont Mike Margetts, Executive Director für Financial Services bei Xchanging, die Bedeutung des Projektmanagements für sein Unternehmen. Dienstleisterin für namhafte deutsche Banken: Tag für Tag bearbeitet die Xchanging Transaction Bank für ihre Mandanten zwei Millionen Wertpapiertransaktionen. 2,5 Milliarden Euro werden an einem einzigen Tag bewegt.
Indien schläft, dort liegt der Video-Konferenzraum im Nachtdunkel. Schemenhaft zeichnen sich der ovale Tisch, die leeren Stühle und die Bildschirme auf dem Breitwandmonitor in Frankfurt ab. Anders dagegen der Videokonferenzraum in London, in der britischen Zentrale von „Xchanging“. Tageslicht dort. Drei Männer im dunklen Anzug schlendern mit Aktenkoffer an der Glaswand des Raums vorbei. Wie zwei Fenster wirken die beiden Frankfurter Videoschirme, Fenster, die den Blick nach London und Indien freigeben.
„Unsere Standorte in Großbritannien, Indien und Frankfurt sind ständig per Video verbunden“, erklärt Mike Margetts, Executive Director für Financial Services bei Xchanging. Der „Communication Hub“ genannte Frankfurter Konferenzraum gleicht einem repräsentativen Acht-Uhr-Nachrichtenstudio: eine honigfarbene, polierte Tischplatte, Stühle mit schwarzem Lederbezug, die Monitore auf Säulen aus gebürstetem Edelstahl. Dezentes, freundliches Licht. Die Kameras laufen Tag und Nacht, die Standleitungen sind rund um die Uhr geschaltet. Die Türen zum „Communication Hub“ sind nie verschlossen.

Thomas Runge, Projektleiter des CATT-Projekts und Geschäftsführer der „Xchanging Transaction Bank“, erläutert die Arbeit im „Migration Hub“. (Foto: Oliver Steeger)
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