Die Welt der Prozesse und Arbeitsstrukturen im produktzentrierten Projektmanagement (PZPM)

Von Manfred Saynisch

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2006, Seite 23 - 31. Alle Rechte vorbehalten.
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Die innovativen Lösungsideen werden gesehen in der Erweiterung und Integration von Engineering- und Managementmethoden, wobei ein Projektmanagement (PM) mit neuer Qualität (integriertes Projekt- und Konfigurationsmanagement) im Zentrum steht. Diese Lösungsideen auf der Prozessseite erfordern eine adäquate und anspruchsvolle IT-Unterstützung, u. a. durch ein interdisziplinäres PDM/SKM-System mit erweiterter Konfigurationsmanagementunterstützung. Die integrativen Lösungsansätze für Produktentwicklungen befassen sich mit Vorgehensmodellen für das Engineeringmanagement von Entwicklungsprojekten, den koordinativen Prozessen (integriertes Projekt- und Konfigurationsmanagement) und den vielfältigen, aber differierenden IT-Systemen. Im Mittelpunkt stehen u. a. eine produktzentrierte Fortschrittsüberwachung (PZF) im Projekt sowie die Prozesse bei kooperierenden Unternehmen (Cross Company Collaboration). Die Darstellung einer ganzheitlichen Sicht der Lösungen für eine neue Qualität im PM mit ihren Umsetzungsaspekten beschließt die Ausführungen. Wesentliches Merkmal bei den dargestellten Lösungsansätzen ist die Erweiterung der traditionellen und populären Systemgrenzen des PM durch Einbezug einer fachlich-inhaltlichen Koordination, eines Technischen Managements der erzeugnis- bzw. produktschaffenden Prozesse bzw. der Wertschöpfungsprozesse.

1 Einleitung und Überblick

In seinem ersten Beitrag in diesem Heft erläuterte der Autor zunächst die neuen Anforderungen in der industriellen Produktentwicklung und Organisation. Dann wurden die wesentlichen Problemkreise, die als Ausgangspunkt für die Lösungen von morgen dienen, dargelegt. Zu jedem diskutierten Problemkreis wurden Lösungsideen identifiziert und kurz erläutert.

Diese Lösungsideen werden in diesem Beitrag in Lösungen ausgeformt und in Prozessen, Systembeschreibungen und Anwendungszusammenhängen dargelegt. Unter anderem werden folgende Lösungsansätze dargelegt:

  • Erweiterung und Integration von Engineering- und Managementmethoden (u. a. Konfigurationsmanagement),
  • Projektmanagement mit neuer Qualität – das produktzentrierte Projektmanagement,
  • Integriertes Projektmanagement, Konfigurationsmanagement und Systems Engineering Management – die zentrale Mittlerfunktion des Konfigurationsmanagements zur wirkungsvollen Steuerung der Engineeringund Produktprozesse,
  • Ermittlung des technischen Erfüllungsstandes (Fortschrittsermittlung) im produktzentrierten PM (PZPM),
  • interdisziplinäre Integration technischer Funktionsbereiche und organisatorische Integration kooperierender Unternehmen (Collaboration Engineering und Management).



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