Des „Kaisers General“ machte die Weltmeisterschaft zum Projekterfolg

Von Oliver Steeger

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2006, Seite 3 - 9. Alle Rechte vorbehalten.
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Nach dem Schlusspfiff im Berliner Olympiastadion stand fest: Die italienische Fußballnationalmannschaft errang im Sommer zum vierten Mal den Pokal – und Deutschland wurde, wie es hieß, „Weltmeister der Herzen“. Mit einer perfekt organisierten FIFA-Fußballweltmeisterschaft hat sich Deutschland („Zu Gast bei Freunden“) die Sympathie der Fußballfreunde weltweit erobert. Millionen Fans lagen im Fußballfieber, feuerten in den zwölf Stadien die Mannschaften an oder säumten bei strahlendem Sommerwetter die Fanmeilen. Das Organisationskomitee um Franz Beckenbauer nahm das Lob, das von allen Kontinenten kam, gerne entgegen. Fünf Jahre lang hat die Mannschaft des süddeutschen „Fußball-Kaisers“ das Großereignis vorbereitet. Für das Projektmanagement holte man den österreichischen Spezialisten Heinz Palme in die Zentrale nach Frankfurt. Er stellte ein Projektmanagement auf die Beine, das ebenfalls „Weltmeister-Qualitäten“ hatte.


Fünfjähriges „Auswärtsspiel“ für den öster-
reichischen Projektmanagementfachmann
Heinz Palme (48)
(Foto: privat)

Die FIFA-Fußballweltmeisterschaft war ein voller Erfolg. Deutschland feierte begeistert mit seinen Gästen aus aller Welt. Wie fühlen Sie sich als Projektmanager, der bei dieser riesigen Veranstaltung die Fäden in der Hand hatte?

Heinz Palme: Ich bin sehr zufrieden und schließe das Projekt mit einem wirklich angenehmen Gefühl ab. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft wurden ja viele Sorgen und Befürchtungen geäußert, doch das Sportereignis verlief reibungslos.

Fällt Ihnen da der sprichwörtliche Stein vom Herzen?

Nicht nur mir, sondern dem ganzen Projektteam. Und freilich auch dem Präsidium des Organisationskomitees um Franz Beckenbauer, Horst R. Schmidt, Dr. Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach. Wir alle gehen aus dem Projekt gestärkt und voller Energie hervor.

Sie, Herr Palme, haben seit Mai 2001 in dem Komitee 20 Projektprogramme mit über 150 Einzelprojekten koordiniert. Dieses umfangreiche Unternehmen ist nun abgeschlossen …

Nein, abgeschlossen ist es noch nicht ganz. Offiziell beendet wird es am 31. Dezember dieses Jahres. Wir haben bis dahin noch Schlussberichte, Schlussrechnungen und Dokumentationen zu bearbeiten. Das Endspiel war nicht auch der Endpunkt für unsere Arbeiten.

Aus der Perspektive des Projektmanagers gefragt: Was waren die größten Herausforderungen bei der Organisation der Fußballweltmeisterschaft?

Zunächst einmal mussten wir den Umfang dieses Großprojekts ermessen und uns die Frage stellen, wie wir es angehen und managen können.



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