Von Heinz Schelle
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2006, Seite 2. Alle Rechte vorbehalten.

Das ist – leider – das letzte Heft unserer Zeitschrift, das mein Kollege Prof. Seibert als Chefredakteur der Ressorts „Report, PM-Software, Karriere, Nachrichten und GPM intern“ mitgestaltet hat. Er verlässt nicht nur den Vorstand der GPM, sondern scheidet auch aus der Chefredaktion der Zeitschrift aus. Natürlich respektiere ich diese Entscheidung, ich bedauere sie aber auch außerordentlich. Wir haben hervorragend zusammengearbeitet – bei Professoren durchaus nicht die Regel. Siegfried Seibert hat bei unserer Zeitschrift in relativ kurzer Zeit einen großen Qualitätssprung erreicht. In einer Umfrage haben uns das auch unsere Leser bestätigt. Mein Kollege hat nicht nur das Layout völlig neu gestaltet und im wörtlichen Sinn Farbe in die Zeitschrift gebracht. Sein großes Fachwissen und sein enormes Engagement haben vor allem den Reportteil zu einem Lesevergnügen gemacht. Ich möchte als Beispiele unter vielen nur das Interview mit dem auf der ganzen Welt bekannten Barry W. Boehm (1/2005) und das Gruppeninterview zur Zukunft des Projektmanagements im Heft 4/2004 erwähnen. Auch das Interview zur Fussball-WM in diesem Heft wurde von ihm initiiert. Der Karriereteil in projektMANAGEMENTaktuell geht ausschließlich auf seine Vorschläge zurück. Das gilt auch für die Internetseite der Zeitschrift, die von ihm eigenständig konzipiert und realisiert wurde.
Auch den Wissensteil hat er mit kritischem und unbestechlichem Verstand mitgeprägt. Für die Schwächen und Stärken eines Beitrags hatte er immer ein untrügliches Gespür. Einen großen Teil der Schwerpunktthemen verdanken wir seinen Anregungen. Wie ernst Siegfried Seibert seine Aufgabe genommen hat, zeigen die ungezählten E-Mails an mich. Viele davon sind am sehr späten Abend, also kurz vor Mitternacht, verschickt worden. Diesen letzten Satz würde ich gerne denen ins Stammbuch schreiben, die zurzeit mit wenig Hintergrundwissen die Frage der Ehrenamtlichkeit in der GPM diskutieren.
Cicero sagte: „Denn keine Pflicht ist unvermeidlicher als die, Dank abzustatten.“ Lieber Siegfried, für mich ist die Danksagung, auch im Namen der Leser und des Vorstands, keine Pflicht, sondern ein Bedürfnis. Ich hoffe, dass Du mir noch gelegentlich mit Rat und Tat beistehst. Du hast die Messlatte sehr hoch gesetzt. Schade für unsere Gesellschaft und alle, die an der Weiterentwicklung der Disziplin „Projektmanagement“ interessiert sind, dass Du Dein Engagement bei uns reduzierst. Ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute.