Von Bernd Oestereich
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2006, Seite 31. Alle Rechte vorbehalten.
Am 28. und 29. April veranstaltete die GPM gemeinsam mit der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) und dem Berufsverband Deutscher Soziologen (BDS) zum vierten Mal die interdisziplinäre Fachtagung interPM in Glashütten im Taunus. Die interPM ist anders als viele andere Fachkonferenzen. Nicht nur durch ihre Interdisziplinarität, die bereits durch die drei beteiligten Verbände deutlich wird, sondern vor allem auch in Form und Inhalt bot die interPM auch in diesem Jahr wieder Besonderes: Die interPM ist keine reine Vortragsveranstaltung, sondern ein lebendiger Ort der Diskussion, des Gedanken- und Erfahrungsaustausches.
Inhaltliche Highlights boten vor allen die drei Keynote-Sprecher. Prof. Fritz Böhle von der philosophisch-sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Augsburg plädierte gleich zu Beginn für mehr erfahrungsgeleitetes Handeln im agilen Projektmanagement. Er thematisierte das Nicht-Planbare und das Nicht-Kontrollierbare in Projekten und in welcher Weise dieses oftmals von den Beteiligten verdrängt wird. Offene Planung, situative Projektsteuerung, die Anerkennung der Grenzen der Planbarkeit und informelle, erfahrungsgeleitete Kooperation der Beteiligten waren weitere Stichworte seines Beitrages, der so viel Diskussion unter den Teilnehmern auslöste, dass hierzu später ein eigener OpenSpace-Workshop zur Fortführung und Vertiefung der Diskussion initiiert wurde.

Reichhaltige Ausbeute: Ergebnisse der OpenSpace-Workshops (Foto: Bernd Oestereich)
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