Von Joachim C. Ohlig
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2006, Seite 38 - 40. Alle Rechte vorbehalten.
Nicht der Einsatz einer besonderen Software-Sprache in einem Projekt und auch nicht die Verwendung von verschiedenen Fremdsprachen hat die hervorragende Bedeutung für den Projekterfolg, sondern vielmehr der gemeinsame Sprachgebrauch für die Artbeitskommunikation; mit anderen Worten: die Nutzung der Sprache als direkte menschliche Verbindungslinie in Arbeitsbeziehungen für gute Projekterfahrungen. Der Autor geht der Forderung nach Verständlichkeit und Transparenz nach und untersucht den Einsatz der Sprache im Alltag für den Projektfortschritt. Denn die Arbeit an der Projekt-Sprache ist (auch) Arbeit am inhaltlichen Projekt-Gedanken!
„Je schöner eine Idee, desto klingender der Satz, seien Sie dessen gewiss. Die Genauigkeit des Gedankens bewirkt (und ist sogar selbst) die des Wortes.“ Gustave Flaubert an Mlle Leroyer de Chantepie am 12. 12. 1857
Wenn Projekte nicht gut laufen, wenn der Fortschritt nicht erreicht wird oder ein Projekt gar gestoppt werden muss, stellt sich konsequenterweise die Frage nach den Ursachen. Ein Aspekt (unter mehreren) ist der sprachliche – nämlich die Verwendung der Sprache im Projekt und in dessen Umfeld.
Situationsbeschreibung

Prozess/Entwicklungskette
Zwar wird der Erfolg eines Projekts maßgeblich geprägt durch eine zielgerichtete und ergebnisorientierte Vorgehensweise, als Grundvoraussetzung dabei ist jedoch die Sprache in der Projektarbeit nicht zu verkennen. Sprachgenauigkeit stellt sich den Anforderungen des Projektauftrags, präzise Worte und Bezeichnungen gehen mit ihren Ergebnissen direkt in die Projektleistung ein. Sprachliche Merkmale, Signale und Botschaften sowie projektspezifische Akzente und Betonungen sind nicht zu unterschätzen, da eine gemeinsame Projektsprache (für alle Beteiligten und Betroffenen) schnell auch eine Arbeitskonstellation schafft. Sprachliche Gleichgültigkeit oder gar Schlamperei rächt sich umgehend. Daher sind die Bedeutung von Begriffen und ihre Zuordnung zuvor zu klären. Begriffe, Ausdrücke, Bezeichnungen und Merkmale bedeuten Struktur und Richtung der Projektarbeit – als Basis für Verständigung und Produktivität. Wörtlichkeit unterstützt den Arbeits-, Führungs- und Kommunikationsprozess.
Gedankliche Klarheit ist die Voraussetzung für eine gemeinsame, vernetzte Aktivitätenkette im Projekt, für eine erfolgreiche Handlungsstruktur und somit auch für den optimalen Verlauf eines Projekts.
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