Von Hasso Reschke
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2006, Seite 60 - 61. Alle Rechte vorbehalten.
Die Automobil- und Zulieferindustrie zählt zu den wichtigsten Branchen in Deutschland. Nach guten Ergebnissen der letzten Jahre stehen die Hersteller heute vor großen Herausforderungen: Marktsättigung in den etablierten Märkten Europas und Amerikas, hoher Kosten- und Innovationsdruck, zunehmende Internationalisierung, Beherrschung von Variantenvielfalt und Produktqualität bei steigender Komplexität der Fahrzeuge, weitreichender Einsatz von Elektronik im Fahrzeug. Diese Anforderungen schlagen sich in erheblichem Umfang auch im Management von Produktentstehungsprojekten nieder. Anlass genug, die aktuelle Entwicklung auf der 3. Automotive-PM-Expertentagung der GPM unter die Lupe zu nehmen.
Die Tagung fand am 2. und 3. November 2005 im Forschungsund Innovationszentrum (FIZ) der BMW AG in München statt. Organisiert und geleitet wurde sie von Prof. Hasso Reschke (Institut für Projektmanagement, München), Reinhard Wagner (EuroEngineering AG, München) und Robert Stadler (Softlab GmbH, München). Angesichts der zunehmenden Verlagerung von Entwicklungsaufgaben von den Automobilherstellern (OEM) zu ihren Zulieferern (Verringerung der Entwicklungstiefe nach Verringerung der Fertigungstiefe) und der damit verbundenen Notwendigkeit zu intensiverer Zusammenarbeit war "Collaborative Automotive Project Management" als Tagungsthema gewählt worden. Mehr als 160 Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung. Insgesamt 26 Referate lieferten ihnen umfangreiche und vielfaltige Denkanstöße. Aus der Fülle der Themen seien hier nur einige besonders wichtige herausgegriffen und kurz charakterisiert.
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