Von Oliver Steeger
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2006, Seite 59. Alle Rechte vorbehalten.
"Gemeinsamkeit macht stark" - diese Weisheit findet in der Wirtschaft immer mehr Freunde. Sie holen Partner an Bord und öffnen ihre Projektakten. Mehr noch: Gemeinsam akquirieren sie mit ihren Partnern neue Kunden. Dr. Jürgen Kratz, Leiter Strategisches Partnermanagement bei T-Systems, nennt beeindruckende Zahlen. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little erbringen strategische Partnerschaften den Unternehmen einen um 50 Prozent hoheren Return on Investment und einen um knapp 75 Prozent gesteigerten Marktwert. Auch für Projektmanager konnen solche Partnerschaften Vorteile bedeuten: welche Vorteile - dies erklärt Dr. Jürgen Kratz im Gespräch.

Dr.Jürgen Kratz, Leiter Strategisches
Partnermanagement bei T-Systems:
„Auch Projektmanager profitieren von
Unternehmenspartnerschaften.“
(Foto: T-Systems)
T-Systems zählt heute zu den "Global Playern". Trotzdem bieten Sie Unternehmen Partnerschaft an...
Nicht trotzdem, sondern gerade deshalb. Unsere weltweiten Kunden fördern große und komplexe Systemlösungen. Wir liefern dies aus einer Hand, "produzieren" aber nicht jede Komponente. Dafür pflegen wir unsere Partnerschaften. Außerdem fokussieren sich viele Unternehmen wieder auf ihre Kernkompetenzen und suchen Partner für die "White Spots", die sie allein nicht abdecken.
Was sind dies für "White Spots", für weiße Flecken?
Ein einfaches Beispiel. Wenn wir in einem Kundenprojekt auch einen entlegenen Standort bedienen müssen, lohnt es sich für uns nicht, dort eine Niederlassung mit eigenem Personal aufzubauen. Wir suchen uns einen Partner, um unseren regionalen White Spot abzudecken. Diese Partnerschaften werden künftig immer wichtiger. Der Wettbewerb der Zukunft wird nicht von Einzelunternehmen, sondern durch Netzwerke von Partnerschaften entschieden.
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