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Wie Sie Ihren Organisationsvorhaben Erfolg versprechende Voraussetzungen mitgeben

Von Helmut Strohmeier

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2005, Seite 33 - 37. Alle Rechte vorbehalten.
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Organisationsvorhaben wollen die Leistungsfähigkeit einer Organisation steigern, verlangen aber nach einer bereits vorhandenen Grundfitness innerhalb einer Organisation, um überhaupt erfolgreich werden zu können. So kommt es zu der paradoxen Situation, dass sie in den Unternehmen, die wegen ihrer Schwäche den dringendsten Bedarf danach haben, häufig erfolglos bleiben, während sie ihre Erfolge lediglich dort feiern dürfen, wo ohnehin bereits Stärke und Unternehmenserfolg regieren. Welchen Ausweg gibt es?

Will sich ein Unternehmen oder eine öffentliche Verwaltung fortentwickeln, so geschieht das nicht selten mit Hilfe eines Organisationsvorhabens. Erträge gilt es zu steigern oder Kosten sind zu reduzieren, engere Kundenbeziehungen soll es bewirken oder leistungsfördernde Arbeitsbedingungen herstellen, unabhängig davon, auf welchen Ausschnitt einer Organisation sich das Vorhaben stürzt und was genau zu erneuern ist. Zwar erfordert nicht jede Fortentwicklung ein Organisationsvorhaben, aber jedes Organisationsvorhaben dient der Fortentwicklung.

Leider aber sind Vorhaben ziemlich teuer und obendrein, schenkt man einschlägigen Fehlschlag-Statistiken Glauben, auch noch ungemein risikoreich. Dabei mutet das Risiko, Geld zu verschleudern, sogar als relativ unerheblich an, vergleicht man es mit der Gefahr, der Organisation Schaden zuzufügen. Dass mangelhafte und unausgegorene Lösungen unangenehme Wirkungen nach sich ziehen und genau das verschlechtern können, was sie eigentlich verbessern und stärken hätten sollen – die Leistungsfähigkeit einer Organisation –, mussten wir leider schon viel zu häufig vernehmen. Fast möchte man gar schon vor Organisationsvorhaben warnen, gäbe es da nicht zwingende Notwendigkeiten:

  • den Zwang, gesetzlichen Vorgaben ebenso wie internationalen Vorschriften und Gepflogenheiten gerecht werden zu müssen,
  • den Zwang, sich bietende Chancen frühzeitig erkennen und nutzen zu müssen,
  • den Zwang, die Qualität der Produkte und Leistungen unentwegt verbessern zu müssen,
  • den Zwang zur Rationalisierung.

Ein lang gehegtes Verhaltensmuster

Wenn wir heute klagen, dass Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit ins Ausland verlagern, dann liegt es vielleicht auch daran, dass sie sich nicht rechtzeitig veränderten Gegebenheiten angepasst haben. Vielleicht hätte es nur viel mehr durchschlagend erfolgreicher Organisationsvorhaben bedurft, die es nur leider viel zu selten gab.


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