Erfolgreiches Projektmanagement im komplexen Umfeld der Automobilindustrie

Von Hubertus C. Tuczek

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2005, Seite 21 - 26. Alle Rechte vorbehalten.
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Die Anforderungen an das Projektmanagement sind in den letzten Jahren in der Automobilindustrie durch die Globalisierung und die damit verbundene höhere Komplexität erheblich gestiegen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, braucht man ein übergreifendes Konzept, das den Projektteams ein erfolgreiches Arbeiten ermöglicht. Bei der Dräxlmaier Group wurde hierzu der Ansatz des C4P-Projektmanagements entwickelt. Es stellt eine Weiterentwicklung und Verknüpfung der bisher bestehenden Projektmanagement-Elemente bei Dräxlmaier dar. Die 4C bilden ein eingängiges Leitmotiv, das über die üblichen verfahrenstechnischen Kernelemente des Projektmanagements hinausgeht und das Unternehmen als Ganzes einbindet.

Automobilindustrie heute

Die Automobilindustrie ist gekennzeichnet durch einen globalen Wettbewerb, der durch den Kampf um Marktanteile in den verschiedenen Regionen geprägt wird. Hierzu werden von den Automobilherstellern (OEM) mittlerweile in zunehmendem Maße erhebliche Rabatte auf die Volumenmodelle gewährt (Push-Prinzip, Fahrzeuge werden in den Markt gedrückt), während über vielfältige Nischenmodelle zusätzliche Käuferschichten erschlossen werden sollen. Um profitabel zu sein, müssen derartige Nischenmodelle mit spitzem Bleistift geplant werden, da sie meist nur in vergleichsweise geringen Stückzahlen verkauft werden. Darüber hinaus werden neue Modelle in immer kürzeren Zyklen auf den Markt gebracht. Technische Innovationen sind hierbei ein Muss und die stetig steigenden gesetzlichen Anforderungen, speziell im Bereich der Sicherheit, erhöhen die technische Komplexität. Dieser Kosten- und Leistungsdruck überträgt sich in starkem Maße auf die Zulieferer, da ihr Wertschöpfungsanteil mittlerweile deutlich über 50 % liegt.


Gestiegene Anforderungen an das Projektmanagement

Auswirkungen auf das Projektmanagement

Dieses komplexe Umfeld wirkt sich unmittelbar auf die Anforderungen an das Projektmanagement in der Branche aus. Heute müssen Neuentwicklungen mit höchsten Qualitätsanforderungen in zum Teil nur noch der halben Entwicklungszeit abgearbeitet werden, wie wir es noch vor wenigen Jahren gewohnt waren. Gleichzeitig wurden Ressourcen, sprich Budgets und infolgedessen Entwicklungskapazitäten, für ein Projekt deutlich reduziert, was ganz neue Anforderungen an die Effizienz in der Projektarbeit bedingt. Dazu kommt, dass durch die globale Verteilung der Wertschöpfungsketten die Projekte in zunehmendem Maße in internationalen Netzwerken abgearbeitet werden müssen, z. B. Entwicklung in Europa und Produktion in Nord-Amerika.


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