Von Gerhard Hab, Reinhard Wagner

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2005, Seite 13 - 16. Alle Rechte vorbehalten.
Mehr zum Thema

Die Automobilindustrie befindet sich in einem atemberaubenden Wandel. Einerseits hat die Branche wie keine andere von der Globalisierung profitiert – weltweit erwirtschaften mehr als neun Millionen Beschäftigte in der Automobilindustrie ca. 15 Prozent des Welt-Bruttosozialproduktes – andererseits müssen sich die Unternehmen der Branche aber auch den wachsenden Anforderungen dieser Globalisierung stellen. Neue Märkte müssen erschlossen und entsprechende Produktionskapazitäten aufgebaut werden. Die Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen finden in zunehmendem Maße im weltweiten Kontext statt. Die arbeitsteiligen Prozesse erfordern dabei ein Höchstmaß an Koordination und Kooperation über räumliche, zeitliche, sprachliche und vor allem kulturelle Barrieren hinweg. Dabei rückt insbesondere das Projektmanagement in das Visier der Bemühungen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern. Im Folgenden sollen deshalb Ausgangsbedingungen, Verbesserungspotenziale sowie mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt werden.

Der Verdrängungswettbewerb prägt die Branche

Die anhaltende Sättigung in den wichtigsten Absatzmärkten der Automobilindustrie (USA, Europa und Japan) führt zu einem verschärften Verdrängungswettbewerb zwischen den Herstellern. Diese versuchen, durch eine Ausweitung der Modellpalette sowie innovative Produkteigenschaften neue Käufer für ihre Fahrzeuge zu finden. Damit steigen allerdings auch die Anforderungen im Produktentstehungsprozess. Neue Fahrzeuge werden in immer kürzeren Abständen und zu verringerten Entwicklungsbudgets auf den Markt gebracht. Gleichzeitig wird fieberhaft daran gearbeitet, auch die Qualität der Fahrzeuge zu verbessern, um die gestiegenen Kundenanforderungen zu befriedigen und kostspielige Rückrufaktionen zu vermeiden.

Die Automobilhersteller haben sich in den letzten Jahren zunehmend auf ihre eigenen Kernkompetenzen konzentriert und große Teile der Wertschöpfung auf kompetente Zulieferer verlagert. Diese übernehmen heute in hohem Maße Verantwortung für die Entwicklung und Fertigung von Modulen, Systemen sowie teilweise sogar kompletten Fahrzeugen. Dabei nehmen die Zulieferbeziehungen nicht selten globale Dimensionen an, entweder weil die Hersteller ihre Aktivitäten global ausgerichtet haben und regionale Zuliefernetzwerke knüpfen oder weil bessere Möglichkeiten in der Logistik eine Ausnutzung der weltweit unterschiedlichen Kostensituation (z. B. Lohnkosten) ermöglichen. Gleichzeitig erhöht sich damit aber auch die Komplexität der Fahrzeugprojekte, da in der Regel mehrere Hundert Zulieferer an den Prozessen beteiligt sind und entsprechend angesteuert werden müssen. Die Anforderungen an das Projektmanagement steigen


Referenzmodell für den PM-Standard in der Automobilindustrie



... Weiterlesen in PDF-Ausgabe (Kostenlose Leseprobe)

---> Zum Inhaltsverzeichnis von PMaktuell - Heft 3/2005

GPM-Mitglieder erhalten ein kostenfreies Abonnement von projektMANAGEMENTaktuell.
Informieren Sie sich über die Vorteile der GPM-Mitgliedschaft

Kostenlose Leseprobe
Acrobat Reader ab 5.0 erforderlich! Download des gesamten Beitrags
Mit freundlichem Gruß von GPM und TÜV Media
Anregungen?
Wenn Sie Anregungen zur Online-Ausgabe von PM aktuell haben oder Fehler entdecken, senden Sie bitte eine Nachricht an
PM-Qualifizierung
auf hohem Niveau

Weitere Info...

↑↑↑     --     Impressum | Sitemap | Login Redaktion     --     ↑↑↑ Kontakt | \

Powered by pmwiki-2.1.26 - Optimiert für Bildschirmauflösungen ab 1024 x 768