400 Projektmanagement-Fachleute auf dem 21. Deutschen Projektmanagement Forum
Von Oliver Steeger
Mit Nürnberg ist nicht nur die Geschichte der Politik, sondern auch des Projektmanagements verknüpft:1837 fuhr Deutschlands erste Eisenbahn von der Frankenmetropole ins benachbarte Fürth – der Bahnbau war Herausforderung für die Planer. Von ihrem Reiz für Projektmanager hat die alte Reichsstadt nichts verloren. Rund 400 Projektmanager, Wissenschaftler, Unternehmensberater und Geschäftsführer kamen zum „21.Deutschen Projektmanagement Forum “ der GPM. Und der Verband bewies, dass es mit dem Projektmanagement mehr denn je „Volldampf voraus “ geht. In über siebzig Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops erörterten die Fachleute Trends und Nachrichten aus dem Projektmanagement, studierten herausragende Projekte und pflegten ihre persönlichen Netzwerke.Höhepunkt des viertägigen Jubiläumskongresses (25 Jahre GPM!): Die GPM verlieh in der Meistersingerhalle den „Deutschen Projektmanagement Award 2004 “ an ein Projektteam der Deutschen Bank Bauspar AG.

Dr. Jürgen Schloß (Mitglied Bereichsvorstand Siemens Power
Transmission and Distribution) ließ die Forumsgäste Einblick
nehmen in die Projektwelt des Siemens-Konzerns.
(Foto: Oliver Steeger)
Das bewegte die Projektmanagement-Welt 1979: Sony stellte den ersten Walkman vor,die Voyager-Sonden der NASA erreichten den Jupiter, eine atemberaubende Seilbahn ging am Matterhorn in Betrieb. Und vor 25 Jahren wurde die GPM gegründet. „Unser Forum zeigt,was sich seither im Projektmanagement verändert und entwickelt hat “,wies GPM- Vorstandsvorsitzender Roland Ottmann auf das Verbandsjubiläum hin,in dessen Zeichen das „21.Internationale Deutsche Projektmanagement Forum “stand. Wissensdurst und Lernbereitschaft zählen, so Ottmann, zu den Tugenden eines Projektmanagers. So ließ er den „Review “nicht länger als nötig dauern: Der Blick in die Zukunft verbinde alle im Projektmanagement Tätigen. Sie erwartete auf dem Forum ein stimmiges Programm mit Keynote-Speakern von Rang.
Mit Professor Ervin Laszlo, dem Begründer des „Club of Budapest “,hatte die GPM einen kritischen Beobachter gewonnen,der die Projektmanager an ihre globale Verantwortung erinnerte und die ethischen Perspektiven ihres Tuns beleuchtete. Der führende Vertreter der Systemtheorie, der als Kapazität weltweite Anerkennung genießt, führte in seinem fesselnden und kenntnisreichen Redebeitrag aus:Das sozio-ökonomische System der Welt nähert sich einem kritischen Punkt. Es werden neue Werte benötigt.Die Projektmanager tragen stark zum Wandel der Welt bei. Sie haben die Chance,über ihre Aufgaben hinaus vernetzt zu denken und zu agieren. Unter dem Applaus seiner Zuhörer forderte Laszlo dazu auf, diese Verantwortung für den Planeten Erde wahrzunehmen.
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2004, Seite 15 - 17. Alle Rechte vorbehalten.
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