Von Andreas Frick, Roland Marré

Eine neue Perspektive des fachübergreifenden Dialogs: Interdisziplinäre Werkstatt auf der interPM 2004. (Foto: Andreas Frick)
Dass die Welt komplex ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Aber damit nicht genug: Sie wird täglich vernetzter, schneller, überraschender – einfach unberechenbarer. Diese Kernaussage der Postmoderne ist auch in den Diskussionen zum Projektmanagement angekommen. Auch hier weiß man längst, dass Planungs- und Steuerungsmethoden allein im Umgang mit komplexer Dynamik nicht ausreichen. Vielmehr führe ein einseitiges Festhalten an klassischen Methoden zu den Problemen, die sie eigentlich verhindern sollten, so die Verkünder der „Komplexität“.
Wie aber kann man im Angesicht einer chaotischen und unberechenbaren Welt Projekte zum Erfolg führen?
Damit befasste sich unter anderem die zweite Konferenz zur Zukunft im Projektmanagement interPM 2004 vom 26. bis 27. März 2004 in Glashütten. Vor 173 Teilnehmern eröffnete Prof. Herman Haken, der Begründer der Synergetik, die Tagung. Ausgehend von der Atomphysik arbeitet Prof. Haken seit Jahrzehnten mit hoch dynamischen Systemen in unterschiedlichen Anwendungsfeldern, z. B. auch der Gehirnforschung, der Psychologie und der Soziologie, und er konnte uns viel über die Ordnungsmechanismen solcher Systeme berichten. „Wer Veränderung in Organisationen will …“ – so eine Kernaussage –, „… der muss Destabilisierungsphasen zulassen.“
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2004, Seite 49. Alle Rechte vorbehalten.
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