Von Oliver Steeger
Mit Zurückhaltung und Ironie nennt sich Dieter Eysel einen „Spätzünder beim Projektmanagement“. Zunächst habe sein Weg zum Projektmanagement einen „Schlingerkurs“ genommen (weil er anfangs die Steigerlaufbahn im Bergbau einschlug, dann einen Weg zur Medizin suchte). Schließlich, Anfang der siebziger Jahre, entdeckte Dieter Eysel die „Netzplantechnik“. Was der heute 73-Jährige erst auf Nachfrage einräumt: Er gehörte zu den Ersten bei der Deutschen Bundespost, die sich mit der Netzplantechnik und Projektmanagement beschäftigten. So arbeitete er bei der Post an dem ersten Handbuch für Netzplantechnik mit. Das Werk hatte, erzählt er, „Kleiderschrankformat“ – selbst für die Großbehörde mit damals rund einer halben Million Mitarbeitern ein gewaltiges Opus.
Also gut. So gesehen, konzediert Dieter Eysel im Gespräch, sei er schon ein wenig Projektmanagement- Pionier. Vielleicht auch jenes „Urgestein“, wie ihn der scheidende GPM-Vorstand Walter Eschwei auf der GPM-Mitgliederversammlung im letzten November würdigte. Fakt ist: Er hat in puncto Projektmanagement einiges bewegt – auch für die GPM. Seit 20 Jahren ist er Mitglied und entwickelte dicht an der Mitgliederbasis eine enorme Tatkraft. Mit Blick auf seine Leistungen ernannte ihn der Verband jetzt zum Ehrenmitglied. „Das kam nun völlig überraschend für mich“, freut sich Dieter Eysel.
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 2/2004, Seite 50. Alle Rechte vorbehalten.
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