Ein pragmatisches Werkzeug für Auditierung und Benchmarking von Projekten und Projektmanagement in Unternehmen
Von Gerhard Hab
Den Reifegrad und die Qualität des Projektmanagements in Projekten und im Gesamtunternehmen objektiv zu beurteilen ist ein schwieriges Unterfangen. Die Software PM-Delta Compact, die seit Anfang dieses Jahres in der zweiten Version von der GPM herausgegeben wird, bietet dafür eine gute Basis. Im folgenden Beitrag wird über den Einsatz dieses Tools beim internen und externen Benchmarking berichtet.
PM-Delta Compact: Anwendung
Wie bei jedem vergleichbaren System müssen erst mal Stammdaten eingegeben werden und damit wird auch die Ablage der generierten Daten und Auswertungen definiert. Das System ist nach den 19 Kompetenzfeldern des PM-Kanon gegliedert. Zu jedem Kompetenzfeld gibt es einen Katalog von Fragen, die mit ja bzw. nein beantwortet werden können oder als nicht relevant „ausgeklammert“ werden. Darüber hinaus können auch ganze Kompetenzfelder ausgeklammert werden, wenn z. B. bei einem Software-Projekt das Thema Logistik überhaupt keine Rolle spielt. Wenn ein Kompetenzfeld bearbeitet ist, wird über die Menüsteuerung ins nächste Kapitel gewechselt. Am Bildschirm sind bereits die Ergebnisse der bearbeiteten Bereiche als Balken sichtbar.
Im Zentrum der Arbeit mit PM-Delta Compact steht das Interview bzw. die Selbstbewertung. Das Gespräch selbst gibt schon sehr viel Aufschluss über die PMKompetenz des Interviewpartners. Offene Punkte und Unklarheiten können notiert werden und in den späteren Bericht einfließen. Sind alle Fragen beantwortet, liefert PM-Delta Compact eine automatische Auswertung in Form der bereits erwähnten „Spinnennetz-Grafik“ und Aussagen zu den Stärken und Verbesserungspotenzialen des Projektmanagements.
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2003, Seite 40 - 43. Alle Rechte vorbehalten.
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