GPM verlieh drei Studienpreise
Projektarbeit in „geheimer Mission“: Gegen den Willen von Vorgesetzten und trotz des offiziellen Abbruchs setzen Projektteams ihr Projekt fort. „Bootlegging“-Projekte nennen sich diese Undercover-Arbeiten engagierter Spezialisten. Besonders in der industriellen Forschung und Entwicklung treiben Mitarbeiter heimlich Innovationsprojekte voran und zeigen dabei erstaunliches Engagement. Diesen Arbeitseifer können Unternehmen für die „legalen“ Projekte nutzen. „Wenn bekannt ist, welche Personen über ein überdurchschnittliches Engagement verfügen und unter welchen Umständen sie dies optimal einsetzen, können Unternehmen Anreize zur gezielten Förderung und Steuerung schaffen“, schreibt Dr. Claudia Michalik in ihrer Dissertation.
Die Arbeit der Münsteranerin nennt sich „Innovatives Engagement im Rahmen von Bootlegging – Motivation und Anreize in der industriellen Forschung und Entwicklung“, und die GPM hat sie jetzt mit einem der drei „Deutschen Studienpreise für Projektmanagement 2003“ ausgezeichnet. Neben Dr. Claudia Michalik erhielten Christina Lehmann (Hamburg) und Frank Thomé (Vallendar) den Studienpreis. Mit den seit 1997 verliehenen Preisen will die GPM den Hochschulnachwuchs fördern und wissenschaftliche Arbeiten prämieren, die zukunftsweisende Ideen oder originelle Lösungen zum Projektmanagement beschreiben. Roswitha Müller-Ettrich, Vorsitzende des Kuratoriums der GPM, gratulierte den diesjährigen Preisträgern auf dem „20. Internationalen Deutschen Projektmanagement Forum 2003“ in Würzburg.
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2003, Seite 47 - 48. Alle Rechte vorbehalten.
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