Von Oliver Steeger
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 2/2002, Seite 38 - 40. Alle Rechte vorbehalten.
Bauprojektteams ziehen nicht nur Wände, sondern auch Papiertürme hoch. Stapelweise erstellen sie Pläne, die zur Korrektur und Freigabe den Weg durch die Ingenieurbüros nehmen. Allein der fast abgeschlossene Umbau des Nürnberger Hauptbahnhofs „kostete“ rund 1.000 Einzelpläne. Doch längst sammeln sich die Pläne nicht mehr in Leitz-Ordnern, sondern auf den Festplatten von Rechnern. Seit den neunziger Jahren erleichtern EDM-Systeme den Projektteams die Aufgabe, Pläne zu verwalten und rundzusenden. Die „Elektronischen Dokumentenmanagementsysteme“ haben sich in der Baubranche bewährt – ebenso wie andere EDV-Tools, die Zeit sparen, Arbeitsabläufe beschleunigen und das Projekt strukturieren helfen. Vielmehr: helfen könnten. „Bei vielen Bauprojekten werden die EDV-Tools noch nicht optimal eingesetzt“, hat Experte Dr. Ullrich Bauch festgestellt. Auch trüben überzogene Erwartungen den Erfolg. „Ein neues EDV-Tool kann zur Effizienz beitragen, nicht aber ganze Projekte retten.“
Computer sind in der Baubranche nichts Neues. So ist die computergestützte Software für Projektplanung – seit rund zehn Jahren im Handel – weitgehend verbreitet. Rund 90% aller Büros verwenden Software-Tools. Standardprogramme wie Microsoft Project haben längst Meilensteine gesetzt. Ein ähnliches Bild in puncto Software für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung: Auch hier haben die Bauingenieure verstanden, dass Kollege Computer dem Bleistift so weit voraus ist wie ein Kipplaster der Handschaufel.
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