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Ergebnisse einer Expertenbefragung

Von Karsten Hoffmann, Heinz Schelle

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2001, Seite 11 - 15. Alle Rechte vorbehalten.
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Elf Fachleute auf dem Gebiet „Projektmanagement“ wurden in einer von der GPM initiierten und finanzierten, rechnergestützten asynchronen Befragung, die auf der Nominal Group Technique basiert, gebeten, Thesen zur Zukunft des Projektmanagements zu formulieren. 93 Thesen wurden formuliert und nach einer Phase der Klärung und Diskussion von den gleichen Fachleuten auf zwei Ordinalskalen nach eingeschätzter Wichtigkeit und dem Zustimmungsgrad bewertet. Die Multiplikation der vergebenen Skalenwerte ergab eine Bewertungszahl. 27 Thesen, die die höchsten Bewertungszahlen erhielten, werden hier dem Leser vorgestellt. Es ist vorgesehen, die Befragung in nächster Zeit auf einen größeren Kreis auszudehnen.

Einleitung

Die Zahl der Studien, die sich mit der Zukunft des Projektmanagements befassen, ist sehr gering. Eine umfassende Befragung, deren Ergebnisse 1982 auf dem Weltkongress in Kopenhagen veröffentlicht wurden, war von Bruce Baker (USA) mit der Delphi-Methode durchgeführt worden. Die Auswertung der Projektmanagement-Literatur von Gutsch/Dworatschek liegt ebenfalls schon eine Reihe von Jahren zurück und war naturgemäß eher retrospektiv. Die vorliegenden Ergebnisse eines so genannten „Thesenmarkts“ sind problematisch. Den Besuchern von Foren der GPM und Weltkongressen der IPMA wurden auf Pinnwänden Statements zur Entwicklung des Projektmanagements präsentiert. Die Teilnehmer konnten dann mit Hilfe von Klebepunkten bei den einzelnen Aussagen auf einer Ordinalskala ihre Meinung von vollständiger Ablehnung bis zu uneingeschränkter Zustimmung bekunden. Für jeden Bewerter waren alle Bewertungen der Vorgänger sichtbar. Somit waren Mitläufer- und Oppositionseffekte nicht ausgeschlossen. Außerdem liegen die Befragungen schon zehn Jahre zurück und sind ebenfalls weitgehend retrospektiv. Einzelne Aussagen zur voraussichtlichen künftigen Entwicklung finden sich selbstverständlich in vielen Veröffentlichungen. Eine Zusammenfassung fehlt allerdings.

Warum eine durch die GPM veranstaltete Expertenbefragung?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Die GPM kann rechtzeitig auf Trends, die sich möglicherweise abzeichnen, z. B. durch das Angebot von entsprechenden Veranstaltungen und die Wahl von Themenschwerpunkten auf den alljährlichen Foren, reagieren.
  • Die Resultate der Studie lassen sich auch für die Programmgestaltung des Weltkongresses 2002 in Berlin nutzen.
  • Schließlich lässt sich die gewählte Methodik auch für eine internationale Befragung im Rahmen der IPMA nutzen, um mögliche nationale Verzerrungen auszuschalten und den Blick zu weiten. Auch die Veranstaltung eines „Thesenmarkts“ während des Weltkongresses ist möglich.



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