fd1a57b9-5c05-416d-852f-df23753c8561TrueISBN3280026202LargeBooks
Frechheit siegt!?
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2001, Seite 36. Alle Rechte vorbehalten.
Mit witzigen Pointen will der Unternehmensberater und Ex-Organisationsprogrammierer Klaus D. Tumuscheit in die Welt des Projektmanagements einführen. „Überleben im Projekt“ (Orell Fuessli Verlag, 200 Seiten, 49 DM) heißt das Buch aus seiner schwungvoll geführten Feder. Kernpunkte: Unerkannte Projektfallen sind, so der Autor, der Tod vieler mit großem Engagement in Angriff genommener Projekte. Zeitverschleiß, Missstimmigkeiten im Betrieb und überdurchschnittliche Fluktuation sind die leidige Konsequenz.
Folglich gilt es, zehn Projektfallen zu umschiffen, Frustpunkte zu überwinden, der Entscheidungs-Arthrose zu begegnen, die Querulantenfalle zu umgehen, One-up-Killerphrasen zu eliminieren und sinnlose Meetings zu vermeiden. Und zuletzt nimmt der Autor seine Leser ins Gebet mit einem Plädoyer für mehr Zivilcourage.
Das Buch soll Projektmanagement hautnah aus der Praxisperspektive beleuchten – und kommt über gute und noch mehr gut gemeinte Ratschläge („Die sieben goldenen Gesprächsregeln“) selten hinaus. Es bietet eine leichtgängige Einführung für Anfänger, mehr Aufmunterung denn Instruktion. Was aber in der Projektmanagement-Szene sauer aufstoßen dürfte: Bereits der Titel „Überleben im Projekt“ rückt Projektmanagement sensationsheischend in die Gefahrenecke von Flugzeugabstürzen, politischen Unruhen oder Arktisexpeditionen – ein unangenehmer Beigeschmack.