Zur Multi-Site-Zertifizierung von Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001
Von Ute Klintworth, Annette Metzger, Stella Opitz
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2001, Seite 28 - 36. Alle Rechte vorbehalten.
1 Einführung
Die Wasserversorgung befindet sich international derzeit in einem zunehmend dynamischen Wettbewerbsumfeld. So sind in Europa z. B. die Märkte in England und Frankreich größtenteils privatisiert. Dieser Trend hat seit einiger Zeit auch in Deutschland eingesetzt. Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) entwickeln sich unter dem Einfluss des Privatisierungsprozesses zu einem national und international wettbewerbsfähigen Unternehmen.
Das Lebensmittel Trinkwasser wird zunehmend zu einem Wirtschaftsgut, wobei nach wie vor besondere gesetzliche Anforderungen und Auflagen zu beachten sind. Im internationalen Vergleich sind die deutschen Wasserpreise zwar relativ hoch angesiedelt, bieten jedoch eine Versorgungssicherheit bei einer besonders hohen und ungechlorten Trinkwasserqualität. Trinkwasser als unverzichtbares Lebensmittel und wesentliche Grundlage des Wirtschaftens wird in Berlin ausschließlich aus Grundwasser gewonnen.
So gelten für die betrieblichen Prozesse auf dem Brunnen- und Werkgelände besondere Anforderungen, um das Trinkwasser in hoher Qualität für den privaten und gewerblichen Verbraucher bereitstellen zu können. Den Schutz der natürlichen Ressource Wasser, Grund- wie Oberflächenwasser, gilt es daher wahrzunehmen und kontinuierlich zu verbessern.
Zur weiteren Optimierung betrieblicher Tätigkeiten unter Umweltschutzaspekten bietet sich die Einführung eines UMS insbesondere im Bereich der Wasserversorgung, aber auch in zahlreichen Branchen der Industrie an. Zum nachhaltigen Umwelt- und Ressourcenschutz sowie zum Erhalt des Trinkwasserqualitätsniveaus erwuchs das hohe Interesse der Berliner Wasserbetriebe am Aufbau eines Umweltmanagementsystems für alle Wasserwerke Berlins.
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