Von rituellen Routineveranstaltungen zu Ergebnissen und Entscheidungen
Von Ulrike Wikner
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 4/2000, Seite 37. Alle Rechte vorbehalten.
Am Ende jeder Projektbesprechung stehen Ergebnisse und Entscheidungen. Moderation ist das Werkzeug, das Sie dabei unterstützt, dieses Ziel zu erreichen: Mit Moderation kommen Sie zeitsparend zu Ergebnissen und Entscheidungen. Als Moderator behalten Sie die Übersicht: Die Diskussionen sind zielorientiert. Es werden keine Punkte vergessen. Voraussetzung für effektive Moderation ist die Kenntnis der Moderationsregeln und Erfahrung in Team-Kommunikation und Visualisierung. Misserfolge in Projektbesprechungen sind das Ergebnis mangelnder Kenntnisse in den „soft facts“. Deshalb sollte jeder Projektleiter seine Moderationsfähigkeiten entwickeln.
1 Die Situation: UNBEFRIEDIGEND
Neun Personen sind voller Begeisterung dabei. Die Ideen sprudeln, kaum kann der Erste aussprechen, da fällt schon der Nächste ihm mit einem neuem Einfall ins Wort. Alle sind davon überzeugt: Das Projekt „Unser erster Messeauftritt“ wird der Hit! Für den Messestand gibt es schon drei Vorschläge, als Aufmerksamkeitserreger liegen eine Produkt-Show auf Großleinwand, ein sprechender Roboter und ein Schnellzeichner als Ideen auf dem Tisch – gut, dass die Sekretärin mitschreibt!
Nach eineinhalb Stunden trennt man sich, geht gut gelaunt auseinander: „Prima, wie gut wir uns verstehen, wie kreativ wir gemeinsam sind. Wir sind eben einfach ein tolles Team!“ Die ersten Zweifel beschleichen die Sekretärin, als sie das Protokoll schreibt. Wer ist jetzt eigentlich wofür verantwortlich? Und bis wann soll was erledigt sein? Es sind ja nur Vorschläge da und noch keine Entscheidungen! Und sollten nicht auch Einladungen an Kunden und Geschäftspartner geschrieben werden? Darüber wurde ja noch gar nicht gesprochen!
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