Zu Heft 4/1999, S. 33 ff., und Heft 1/2000, S. 39 ff.
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2000, Seite 44 - 46. Alle Rechte vorbehalten.
Die Aufsätze „Die Drei-Punkt-Schätzmethode zur Kalkulation des Projektaufwands“ von Peggy Gartner und „Statistische Grundlagen der Bereichsschätzung von Zeiten“ von Werner Simon geben mir Anlass zu 16 Thesen über einige praktische und theoretische Aspekte. Im Vordergrund stehen die Probleme der praktischen Anwendung.
1. Im Projektmanagement spielen zufällige Einflüsse naturgemäß (!) eine große Rolle. Die Erfahrungen aus den Anfängen des professionellen Projektmanagements liefen eindeutig da rauf hinaus, dass der Aufwand für die Ermittlung brauchbarer Wahrscheinlichkeitswerte zu hoch ist – dass man stattdessen lieber mehr Sorgfalt auf Planung und Controlling legen soll. Diese Einschätzung ist möglicherweise angesichts der heutigen Möglichkeiten hinfällig.
2. Die Arbeit von Gartner bedeutet die Übertragung des „klassischen“ PERT-Ansatzes (s. u.!), der ja ausschließlich für Zeitgrößen entwickelt wurde, auf Aufwandsgrößen. Dieser bemerkenswerte Schritt kann auch praktische Bedeutung erlangen.
3. Gartner verwendet praktisch dieselben Voraussetzungen hinsichtlich Unabhängigkeit der Zufallsgrößen, Wahl bestimmter Verteilungsparameter, Interpretationsproblemen usw., wie sie für das PERTModell gelten. Damit sind auch dieselben Bedenklichkeiten zu berücksichtigen.
... Weiterlesen in PDF-Ausgabe (Für registrierte GPM-Mitglieder)