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Von Max L. J. Wolf

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 2/2000, Seite 44 - 47. Alle Rechte vorbehalten.
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W.E.T. liefert Autositzheizungen, Kabelsysteme und Industrie-Heizelemente. Eine Fülle von Projekten als Kundenaufträge sind parallel zu managen und zu bewältigen. In dem Interview werden die Methoden, Vorgehensweisen und Teamaspekte in der W.E.T. erfragt und dargestellt, mit denen das umfangreiche Entwicklungsprogramm termin- und kostengerecht zu bewältigen ist. Interessant ist ferner, welche Standards und Werkzeuge genutzt werden. Dieser Beitrag aus der Automotive-Praxis zeigt auf, welche Möglichkeiten die Anwendung von Projektmanagement bietet.

Herr von Löbbecke, Ihre Firma arbeitet in der Automobilbranche. Was liefern und leisten Sie für die Automobilbauer?

W.E.T. – das steht für Autositzheizungen, Kabelsysteme und Industrie-Heizelemente. Mit unseren Sitzheizungen sind wir groß geworden. Die automobile Kabelkonfektion einschließlich Reglern und Schaltern ist dann – produktionsbedingt – nach und nach hinzugekommen. Sie ermöglichte uns eine Diversifizierung „rund ums Auto“. Die höheren Anforderungen an die Zulieferer der Automobilindustrie hinsichtlich Preis, Qualität und Liefertreue sind die Herausforderungen für unser Projektmanagement. Zunehmend werden FuE-Aufgaben auf die Vorlieferanten verlagert. Entsprechend hoch ist der Stellenwert, den Forschung und Entwicklung in unserem Unternehmen haben. Mittlerweile liegt der Aufwand für FuE-Projekte bei einem Umsatzanteil von über 5 %. Um auch in Zukunft unsere Innovationsstärke und Termintreue zu sichern, haben wir vor ca. 1 Jahr die Stelle Projektkoordination, die ich leite, eingerichtet. Unsere Fertigungsstätten befinden sich in Europa, z. B. auf Malta und in Ungarn, für die USA in Mexiko und Kanada.

Welche Methoden des Projektmanagements wenden Sie an?

Wir arbeiten im Stab von 2–4 Personen, der unter der Geschäftsführung angesiedelt ist. Unsere Aufgabe ist es, bei der Vielfalt der Projekte diese vom Start bis zum Abschluss zu begleiten. Dieses Multiprojektmanagement von ca. 75 Projekten wickeln wir nach dem Standard QS 9000 bzw. APQP (Advanc ed Product Quality Planning) ab.

Wie starten Sie ein Projekt?

Formell wird ein Projektantrag im Projektkreis vorgestellt und verabschiedet. Der Projektkreis besteht aus den Bereichsleitern, unserer Koordinierungsstelle und dem Vorstand. Dort wird der Projektleiter ernannt, das Team festgelegt und abgestimmt. Hier gilt es auch, die Ressourcen dem Projekt zuzuordnen und für Problemfälle eine Plattform für den Projektleiter zu schaffen. Eine der ersten Aufgaben des Projektleiters ist es, einen Projektauftrag zu formulieren und mit dem Projektkreis abzustimmen. Wenn dieser Projektauftrag mit den Hauptakteuren abgestimmt ist, wird das Projekt mit einem Kick-off-Meeting eröffnet.


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