HW-/SW-Entwicklung und -Produktion für Produkte der Telekommunikation

Von Udo Lemke

© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 1/2000, Seite 29 – 37. Alle Rechte vorbehalten.
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Der Beitrag spiegelt die umfangreichen Erfahrungen mit der Einführung und dem Einsatz von KM-Systemen im Unternehmen wider. Die wesentlichen primären Anforderungen an ein KM werden inklusive der Lösungen dargestellt und begründet. Zusätzliche Aussagen über die Leistungsfähigkeit und Funktionalität eines KM sowie auch die damit verbundenen Prozess- und Qualitätsverbesserungen werden aufgezeigt. Das Ergebnis daraus ist eine Steigerung der Effektivität und der Wettbewerbsfähigkeit. Ein hoher Stellenwert ergibt sich auch durch die Vergleiche zwischen Aufwänden und Vorteilen in der Produktentwicklung und der Fertigung. Gestützt auf Erfahrungen wird vom Einsparungspotential (Kosten und Personal) der hohe Wirkungsgrad des Einsatzes eines KM abgeleitet. Eine vorgeschlagene praxisorientierte Einführungsstrategie soll zu einer kurzfristigen Einführung eines KM mit hoher Akzeptanz in Unternehmen/Projekten führen. Die wesentlichen Aspekte des Themas sind mit Beispielen, Statistiken, Gegenüberstellungen von Vor- und Nachteilen im Detail und im Gesamten praxisnah und umfassend beschrieben.

In der Siemens AG, im ehemaligen Bereich Private Communication Networks (ex PN), wurde die Bedeutung eines effektiven EDM/PDM mit einem KM frühzeitig erkannt und sukzessive realisiert. Als Ausgangslage gab es im BS2000 eine Vielzahl von Tools, Verfahren mit Pre- bzw. Postprozessoren teilweise kommunizierend über Schnittstellen, die in Summe eine Funktionalität im Sinne eines Konfigurationsmanagements ergaben.

Der Auftrag, ein neues KM-System einzuführen und damit die Ablösung von BS2000-basierenden Systemen auf Unix zu erreichen, bezog sich ausschließlich auf die Hard-/Firm-/Loadware-Entwicklung im genannten Bereich. Auf der Basis des KM-Produkts DMS/PIMS von Sherpa und mit aufwendigem Customizing wurde eine KM-Applikation entwickelt und in unser Information Management System (IMS von ex PN) integriert.

In der Vergangenheit entsprachen die auf dem freien Markt angebotenen KM-Systeme bei weitem nicht unseren Anforderungen. Aus diesem Grund setzten sich überall in den Bereichen eigenentwickelte Lösungen durch. Erst in den letzten Jahren hat sich die Situation wesentlich gewandelt. Die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der angebotenen KM-Systeme führender Hersteller haben sich wesentlich verbessert, so dass allgemeine Standardfunktionalität inklusive benutzerfreundlicher Benutzeroberflächen verfügbar ist. Dieser Fortschritt wirkt sich insbesondere positiv auf die Anschaffungskosten (Produkt plus relativ geringem Customizing) und durch die schnellere Einsatzfähigkeit eines neuen KMSystems aus.


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