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Verlagstext
Chritical Chain - eine innovative Methode, mit der Sie Projektlaufzeiten verkürzen, Engpässe beseitigen und trotzdem Ihr Budget einhalten. Dieser Ratgeber mit CD-ROM zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Projektmanagement ändern und Ihre Wettbewerbsposition verbessern.
Was tun, wenn Projekte wesentlich länger dauern als geplant? Wenn die Kosten explodieren - und dennoch die Qualität nicht stimmt? Ändern Sie Ihr Projektmanagement! Mit der Critical-Chain-Methode - senken Sie Projektlaufzeiten um 30 bis 40 %, - beseitigen Sie Projekt-Engpässe - und halten Ihr Budget ein.
Inhalte: - Implementierung der Critical Chain anhand eines Fallbeispiels - Planung, Steuerung und Kostenkontrolle von Projekten - Wie man Widerstände im Unternehmen überwindet und Marktprobleme löst - Critical Supply Chain: Die Partner einbinden - Expertentipps, grafische Beispiele und ein ausführliches Glossar
Auf der CD-ROM: - Workshop-Unterlagen und Präsentationen, mit denen Sie Vorgesetzte und Kollegen von der Critical Chain überzeugen - Hilfsmittel aus dem Buch zum Ausdrucken.
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2007, Seite 53. Alle Rechte vorbehalten.
Im Frühjahr 2007 erschien in der Schriftenreihe der GPM das erste deutsche Fachbuch zum Critical-Chain-Projektmanagement (CCPM). Wie die anderen Werke der GPM-Reihe bei Haufe ist es als „How-to-Do“-Buch verfasst und will neue Denkweisen und Handlungsempfehlungen liefern, „die in ihrer Gesamtheit eine Beschleunigung der Projekte bewirken“. Die beiden Autoren Uwe Techt und Holger Lörz gelten in Deutschland als führende Experten im Bereich CCPM, was sich auch inhaltlich widerspiegelt.
Das Buch beschäftigt sich mit folgenden Themen:
- Engpassorientierte Auswahl von Projekten. Als Auswahlkriterium wird hierbei der dem Projektdeckungsbeitrag verwandte Projektdurchsatz für die am stärksten belasteten Engpassressourcen verwendet;
- Projektportfoliosteuerung ohne schädliches Multitasking durch klare Prioritätensetzung;
- Ergebnisorientierte Projektplanung nach dem „Pull-Prinzip“, um Projektplänen wieder zu mehr Glaubwürdigkeit und einem höheren Stellenwert im Unternehmen zu verhelfen;
- Planung von Critical-Chain-Projekten durch Übertragung der Arbeitsweise von „Eilprojekten“ als Standard auf alle Projekte im Unternehmen. Die wichtigsten Gesichtspunkte dabei sind
a. das Eliminieren versteckter Sicherheitsreserven in den Zeit- und Kostenschätzungen,
b. das Einrichten geschützter Projekt- und Zulieferpuffer und
c. das Staffelläuferprinzip, bei dem ein Mitarbeiter Aufgaben beginnt, sobald er von seinem Vorläufer die Staffel übergeben bekommt;
- Steuerung und Controlling von Projekten mit engpassorientierten Kennzahlen (Pufferverbrauch in Abhängigkeit vom Projektfortschritt);
- Projekte in unternehmensübergreifenden Partnerschaften („Critical Supply Chain“);
- Alleinstellungsmerkmale durch CCPM am Markt;
- Überwindung von Widerständen bei der Einführung von CCPM.
Das Buch wird abgerundet durch ein ausführliches Glossar der Fachbegriffe des Critical-Chain-Projektmanagements. Alles in allem ein abgerundetes und vollständiges Programm. Dabei werden zu Beginn zunächst Methoden und Ansätze des Multiprojektmanagements dargestellt, bevor auf das Einzelprojektmanagement eingegangen wird. Die Autoren begründen dies damit, dass mit CCPM in Multiprojektumgebungen eine sehr viel größere Wirkung erzielt werden kann als in Einzelprojekten.
Die Methodik wird in allen Kapiteln durchgängig anhand des Beispiels eines Unternehmens beschrieben, das Sondermaschinen und Steuerungseinheiten im Automotive-Bereich entwickelt und produziert. CCPM ist genau auf solche komplexe Entwicklungsprojekte ausgerichtet, die in unternehmensübergreifenden Matrix-Organisationen mit vielen Fremdaufträgen abgewickelt werden.
Dabei geht es nicht allein um das Thema Projektmanagement. Um CCPM erfolgreich einzuführen, muss die gesamte Organisation darauf ausgerichtet werden. Die Gründe hierfür werden in dem Buch sehr gut herausgearbeitet. Die Autoren gehen dabei anhand von Ursache- Wirkungs-Diagrammen („Gegenwartsbäume“) ausführlich auf die vielfältigen, praktischen Ursachen von Projektproblemen ein. Der Leser, der in seinem Unternehmen CCPM einführen will, erhält dadurch eine reichhaltige Unterstützung mit vielen praxisnahen Argumenten. Die Überzeugungsarbeit wird zusätzlich durch die dem Buch beiliegende CD unterstützt, die mehrere sehr gut ausgearbeitete, direkt verwendbare Powerpoint-Präsentationen und viele Checklisten aus dem Buch in elektronischer Form enthält. Schon diese CD allein ist den Preis des Buches wert. Auf der CD enthalten ist auch ein Überblick über die augenblicklich am Markt verfügbaren Softwarepakete, die das CCPM unterstützen.
Sehr gut herausgearbeitet werden in dem Buch auch Fragen der Arbeitsorganisation in Projekten. Besonders deutlich wird dies am Beispiel des Multitaskings, das sich verheerend auf die Arbeitsproduktivität auswirken kann. Dies wurde auch durch andere von CCPM unabhängige Forschungsarbeiten bestätigt. In den Standardlehrbüchern und den Kompetenzstandards des Projektmanagements werden derartige Fragen aber allenfalls am Rande angeschnitten (einschließlich der neuen ICB 3.0 der IPMA). Vielleicht regt die Lektüre des Buches ja dazu an, diesen vernachlässigten Aspekt der PM-Arbeit zukünftig etwas stärker zu beachten.
Noch ein anderer Gesichtspunkt macht das Buch wertvoll: Die Argumentation ist in fast allen Punkten wirtschaftlich geprägt. Der Leser erhält damit Argumente, mit denen er im Unternehmen die Entscheidungsträger in deren eigener Sprache erreichen kann. Viele Werke des Projektmanagements stellen solche wirtschaftlichen Überlegungen zugunsten sozialwissenschaftlicher Gesichtspunkte oder formaler Methoden- und Vorgehensbeschreibungen zu sehr in den Hintergrund. Das Buch von Lörz und Techt hebt sich hier wohltuend ab.
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