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Verlagstext

The first step towards success in a software project is to ensure a professional setup. This includes a metrics-based formal estimation process to ensure a solid foundation for project planning. Accurate estimates require quantitative measurements, ideally tool based. In addition, software project managers must also monitor and update these estimates during the project's lifecycle to control progress and assess possible risks. Based on their many years of practical experience as software managers and consultants, Manfred Bundschuh and Carol Dekkers present a framework of value to anyone involved with software project management. They present all five ISO/IEC-acknowledged Functional Sizing Methods, with variants, experiences, counting rules and case studies, and they use numerous practical examples to show how to use functional size measurement to produce realistic estimates. Written in a highly practical style, including checklists, templates, and hands-on advice, and backed up with many pointers to both national and international metrics and standards organizations, this book is the ideal companion for the busy software project manager or quality assurance manager.

Buchbesprechung aus PM aktuell

Buchbesprechung von Heinz Schelle
© GPM-Magazin PMaktuell - Heft 3/2009, Seite 42. Alle Rechte vorbehalten.

Manfred Bundschuh, vielen in der GPM als Fachmann für Kostenschätzung und generell Metriken in Softwareprojekten aus entsprechenden Vorträgen und Veröffentlichungen in deutscher Sprache seit Langem bekannt, und Carol Dekkers aus den USA, auf dem gleichen Betätigungsgebiet in einer ganzen Reihe von Funktionen in verschiedenen Organisationen aktiv, haben ein umfangreiches Werk über eine Thematik vorgelegt, die in der Bundesrepublik immer noch etwas stiefmütterlich behandelt wird: das Gebiet der Softwaremetriken und der parametrischen Analysen, insbesondere für Projektkostenschätzungen. Zwar wird im Vorwort auch zwei deutschen Fachleuten gedankt, insgesamt ist aber Deutschland in dieser Disziplin doch immer noch relativ schwach vertreten, auch wenn sich Erich von Wasielewski zunächst als Einzelkämpfer und später in der GPM mit Mitstreitern der Thematik mit großer Energie angenommen hat. In den USA haben hingegen parametrische Analysen eine jahrzehntelange Tradition. Man denke nur daran, dass es bereits vor rund 30 Jahren allein für die US Air Force rund 600 Kostenschätzmodelle für die militärische Flugzeugentwicklung und -fertigung gab. Bundschuh und Dekkers schränken ihr Untersuchungsgebiet auf den IT-Bereich ein, ein Anwendungsgebiet parametrischer Analysen, in dem lange Jahre die Erfolge trotz hohen Forschungsaufwandes, der durch das Department of Defense der USA betrieben wurde, eher gering waren. Da es bei der beeindruckenden Materialfülle, die geboten wird, unmöglich ist, in einer Rezension alles zu würdigen, sollen nur einige Aspekte besonders hervorgehoben werden, die besonders auch für Nichtspezialisten interessant sind. Wer sich die Mühe macht, das Buch durchzuarbeiten, wird mit Sicherheit viele Perlen entdecken, die hier nicht erwähnt werden.

Gleich zu Beginn liefern die beiden Autoren eine umfangreiche Begründung dafür, warum so viele für IT-Projekte Verantwortliche immer noch vor der Anwendung von soliden Schätzmethoden zurückschrecken. Es folgt dann ein sehr instruktiver Kurs über die Grundlagen der Softwareschätzung, die natürlich nicht nur den Aufwand, zum Beispiel gemessen in Personentagen, umfasst, sondern auch andere Größen wie die Dauer eines Vorhabens. Diese Kapitel (1.1 The Basics of Software Estimation und 1.2 Rules for Estimation) können auch den Lesern empfohlen werden, die nicht vorhaben, sich auf den nicht immer leicht begehbaren Weg parametrischer Schätzungen zu begeben. Besonders beeindruckt haben mich die Ausführungen zur Einführung eines Schätzprozesses in einer Organisation. Hier zeigen Bundschuh und Dekkers, dass sie über ihren Schätzgleichungen nicht die raue Wirklichkeit vergessen haben und sich sehr wohl der Akzeptanzprobleme bewusst sind, mit denen man gerade bei parametrischen Verfahren besonders kämpfen muss. Da es unumstritten ist, dass die Größe der zu entwickelnden Software zu den wichtigsten Einflußgrößen bei Schätzungen und Messungen gehört, ist – so die Autoren – ihre Messung sozusagen die Kernaufgabe. Im Weiteren widmen sich Bundschuh und Dekkers dann vor allem der Function-Point-Methode, verlieren dabei aber nie den Blick auf die Gesamtproblematik der Ermittlung von Metriken in IT-Projekten und auf ihr umfangreiches Inventar, wie es u.a. in den Kapiteln „Product- and Process Metrics“ und „Object-Oriented Metrics“ eingehend dargestellt wird. Das bedeutet, dass z.B. auch die Goal Question Metric Method behandelt wird. Auch diese Kapitel seien Lesern empfohlen, die nicht unbedingt vorhaben, Function Point einzuführen.

Selbstverständlich wird auch auf andere Schätzmethoden eingegangen, so insbesondere auf das seit vielen Jahren bekannte COnstructive COst MOdel (jetzt in der Version COCOMO II) von Barry W. Boehm, einen Ansatz, in dem – im Gegensatz zu Function Point – die Zahl der Anweisungen im Quellcode die wichtigste Kosteneinflussgröße ist. Auch finden sich zahlreiche interessante Hinweise auf Frühwarnindikatoren, Produktivitätsmessungen und CMMI, um nur noch einige Punkte herauszugreifen. Ein großer Abschnitt ist den Institutionen gewidmet, die sich mit Metriken befassen. Darunter ist auch die DASMA, die deutsche Organisation. Im Mittelpunkt des Werks stehen aber die verschiedenen Varianten von Function Point, an erster Stelle die IFBUG (International Function Point Users Group) Function Point Method. Dabei sind natürlich diese Kapitel eher für den Spezialisten bestimmt. Daran schließen sich Fallstudien an, in denen die Messung des Funktionsumfangs an Beispielen demonstriert wird. Am Ende des Buches werden Schätzwerkzeuge vorgestellt, so etwa das Checkpoint for Windows. Der Rezensent, obwohl an der Thematik der Metriken seit Langem interessiert, gesteht freimütig ein, dass er von den zahlreichen internationalen Entwicklungen der letzten Jahre, wie sie Bundschuh und Dekkers außerordentlich kundig beschreiben, sehr wenig gewusst hat. Wem es ähnlich geht und wer Anregungen für ein besseres Management seiner IT-Projekte sucht, dem sei dieses Buch, das man freilich nicht an einem verregneten Sonntagnachmittag durchblättern kann, dringend empfohlen.

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